IDC: Festplattenmarkt wächst 2012 um 7,7 Prozent

2011 sind die Verkaufszahlen um 4,5 Prozent zurückgegangen. Bis 2016 sollen sie jedes Jahr um durchschnittlich 9,6 Prozent zulegen. Der Branchenumsatz erhöht sich bis dahin auf 50 Milliarden Dollar.

IDC erwartet, dass sich der Festplattenmarkt in diesem Jahr von der Flutkatastrophe im Herbst 2011 in Thailand erholen wird. Nach einem Minus von 4,5 Prozent im vergangenen Jahr soll die Branche 2012 7,7 Prozent mehr Hard Disk Drives verkaufen als im Vorjahr.

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Im zweiten Halbjahr 2012 dürfte die Produktion den Marktforschern zufolge in Thailand wieder das Niveau von vor den Überschwemmungen erreichen. Zudem rechnen sie zwischen 2011 und 2016 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 9,6 Prozent.

„Aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage, das sich aus der Flut in Thailand ergeben hat, sind die HDD-Preise in den vergangenen Monaten gestiegen“, heißt es in der IDC-Studie. Hersteller nutzten diese Gelegenheit nun für Anpassungen, um den 2009 eingesetzten Preisverfall auszugleichen. Der HDD-Umsatz werde 2012 dementsprechend erstmals schneller wachsen als die Verkaufszahlen und 2016 ein Volumen von 50 Milliarden Dollar erreichen. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Branche mit Hybrid-Festplatten erfolgreich sei.

Laut John Rydning, Research Vice President bei Gartner, müssen sich die Hersteller von Festplatten neu erfinden. „Ein langfristiges Umsatzwachstum kann nur realisiert werden, wenn sich die verbliebenen Marktteilnehmer zu Lieferanten von Storage-Geräten und -Lösungen mit einer breiten Auswahl an Produkten für viele unterschiedliche Märkte weiterentwickeln.“

Die künftigen Wachstumsmärkte seien Personal Storage, Speicherprodukte für das Einstiegssegment und Enterprise-Applikationen, so IDC weiter. Festplatten für PCs hielten zwar weiterhin den größten Anteil an den verkauften Stückzahlen, der damit erzielte Umsatz werde aber in den kommenden fünf Jahren zurückgehen.

IDC geht zudem davon aus, dass sich der Kampf zwischen herkömmlichen Festplatten und Solid State Drives vor allem im Notebook-Segment verschärfen wird. Die hohen Preise von SSDs verhinderten bisher allerdings eine weitere Verbreitung. Eine Alternative sind demnach Hybrid-Festplatten, die NAND-Flash mit einem traditionellen magnetischen Speicher verbinden. „Um diesen Kampf gewinnen zu können, müssen HDD-Anbieter PC-Hersteller davon überzeugen, dass hybride SSHDs (Solid State Hard Drives) eine kostengünstigere Lösung sind als andere Produkte, um die PC-Performance zu verbessern“, schreiben die Marktforscher.

[mit Material von Mike Magee, ChannelBiz.co.uk]

Themenseiten: Business, Hardware, IDC, Marktforschung, Storage

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