HP will Leistung von Servern und Storage einander anpassen

Hewlett-Packard hat Details zu seiner aktuellen Server-Generation ProLiant Gen8 genannt. Mit Hilfe von SSDs und einer „Dynamic Workflow Acceleration“ genannten Technik will es die Leistung der Speicher und Server auf einen Nenner bringen.

„Ein Beispiel für die Performance-Lücke [zwischen Server und Storage] ist der Bereich Datenbank-Anwendungen“, erklärt Steven Schultz, Leiter Smart Storage bei HP, in einem Blogeintrag. Im Jahr 2000 habe HP rund 180 Festplatten benötigt, um die I/O-Leistung zwischen internen und externem Storage und den Servern anzugleichen; 2009 waren es 1000 Laufwerke. Und für Gen8 hätte man theoretisch mehr als 2000 Festplatten gebraucht.

ProLiant Gen8 (Bild: HP)
ProLiant Gen8 (Bild: HP)

Jetzt hat HP nach eigenen Angaben die Smart Controller für die inzwischen relativ günstigen SSDs angepasst. Deshalb sind nur noch 100 Laufwerke nötig, um den Storage-Engpass zu vermeiden. Anwendungen, die OLPTP (OnlineTransaction Processing) oder Videostreams nutzen, sollen sich auf diese Weise um rund 50 Prozent effektiver betreiben lassen.

Der neue Controller bietet HP zufolge sechsmal mehr Leistung als die Vorgängerversion. Die neue Generation der eingebetteten SAS-Controller schafft 6 GBit/s, und den DRAM-Cache hat HP in den neuen Servern verdoppelt. Bei „Dynamic Workload Acceleration“ handelt es sich indes um einen Algorithmus, der ein intelligentes Data-Caching ermöglichen soll.

Verdoppelt hat HP auch die Storage-Kapazität der Gen8 Server. Somit unterstützt ein DL380 mit zwei Höheneinheiten künftig bis zu 36 Terabyte. Der Smart-Array-RAID-Controller der SSDs ist laut Hersteller bis zu 60-mal schneller als der von klassischen Festplatten. Mit Support für PCI Express 3.0 hat HP zudem die theoretische Bandbreite um 85 Prozent verbessert.

Der Hersteller verspricht insgesamt von bis zu 50 Prozent mehr Leistung bei rund 88 Prozent weniger Stromverbrauch und einem Drittel weniger Stellfläche. Der Stromverbrauch einer Virtuellen Maschine verringert sich demnach um bis zu 40 Prozent. Zudem lassen sich mit Gen8 bis zu 30 Prozent mehr VMs installieren.

Mitte Februar hatte HP seine autarke Serverreihe ProLiant Gen8 vorgestellt. Die Server sind Ergebnis eines 300 Millionen Dollar schweren Zweijahresprogramms namens Project Voyager: HPs „Initiative, die Wirtschaftlichkeit von Rechenzentren neu zu definieren“.

Project Voyager ist die dritte Phase von HPs mehrjährigem Umbauplan für den Servermarkt. Begonnen hatte dieser im November 2011 mit der Ankündigung von Project Moonshot: einem Konzept für Rechenzentren, das mit ARM-basierten Prozessoren arbeitet und einen drastisch reduzierten Energieverbrauch anstrebt. Phase zwei – Project Odyssey – beschäftigte sich mit der Zukunft geschäftskritischer Anwendungen (mission-critical computing).

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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