IdeaPad U400: 14-Zöller mit DVD und AMD-Grafik

2,4-GHz-Core-i5, 4 GByte RAM, 750-GByte-Festplatte, AMD Radeon HD 6470M und DVD-Brenner – trotz des nur 22 Millimeter flachen Alu-Chassis bringt Lenovos U400 eine umfangreiche Ausstattung mit. ZDNet hat es getestet.

Zwar dreht sich im Notebook-Bereich derzeit alles um Ultrabooks, dickere, vielseitigere Notebook haben deswegen noch lange nicht ausgedient. Geräte wie das MacBook Air, Dells XPS 13 und das Asus Zenbook haben aber für deutliche Veränderungen beim Design gesorgt.

Beim IdeaPad U400 handelt es sich nicht um ein Ultrabook, auch wenn Lenovo das Design von einem übernommen hat – nämlich dem IdeaPad U300s. Es kommt aber als 14-Zoll-Notebook mit Standard-Voltage-Core-i5-Prozessor, Slot-in-DVD-Laufwerk, größerer Festplatte mit 500 GByte Kapazität (keine SSD). Damit ist es deutlich leistungsfähiger als ein Ultrabook.

Design

Das Beste am IdeaPad U400 ist das Design: Es kommt in einem Aluminiumgehäuse aus einem Guss – eines der besten, die Lenovo je produziert hat. Es gibt starke Anlehnungen an das MacBook Pro und das Samsung Series 7 Chronos, aber auch einige Alleinstellungsmerkmale.

Weniger ausgewogen präsentiert sich die Batterielaufzeit. Eine Akku-Laufzeit von 4 Stunden ist für das U400 nicht schlecht, für Begeisterung sorgt das aber nicht. Das MacBook-Air und das Samsung-Serie-7-Notebook schafft in den gleichen Tests mehr als 6 Stunden.

Das Lenovo-Notebook ist ohne Frage sehr attraktiv. Wenn man sich allerdings ansieht, was in absehbarer Zeit an Ultrabook-ähnlichen Notebooks mit vielen Ausstattungsmerkmalen, die auch das U400 bietet, auf den Markt kommt, fällt es schwer, das U400 zu empfehlen.

Wenn man sich das IdeaPad U400 ansieht, fühlt man sich unweigerlich an Appels MacBook erinnert. Das farblich ähnliche Alu-Chassis, das Touchpad, die Tastatur und das Slot-In-Laufwerk – alles sieht sehr nach Apple aus. Es gibt aber auch Unterschiede: So ist das IdeaPad eben doch nicht ganz so perfekt gebaut. Während Apple auf ein Unibody-Gehäuse setzt, sind es bei Lenovo zwei Teile. Zudem bedeckt das Glas nur den Screen, aber nicht den Rahmen. Beim Testgerät ist der Rahmen zudem etwas schief eingepasst.

Insgesamt ist das Gerät zumindest aus der Design-Perspektive ein Erfolg. Mit seinen klar definierten Ecken und Kanten sieht es in geschlossenem Zustand aus wie ein geschlossenes Buch. Eine ähnliche Optik kam auch schon beim U260 und beim U300 zum Einsatz. Insgesamt ist das U400 eines der schönsten IdeaPads, das Lenovo bislang im Angebot hat. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller auf dieser Basis aufbaut.

Tastatur und Touchpad

Die Tasten der nicht beleuchteten Tastatur sind flach und leider nicht wie die von vielen ThinkPads konkav. Trotzdem kann man bequem damit tippen. Praktisch ist auch die Tastenreihe für Funktionen wie Helligkeit und Lautstärke. Man muss also nicht erst nach der FN-Taste suchen.

Das große Glas-Touchpad sieht aus wie ein Ableger von Apple, bietet aber nicht dieselbe Leistung. Weder Lenovo noch Windows 7 bieten bis jetzt die ausgefeilten Multifinger-Gesten, wie es bei Apple OS X der Fall ist. Das Touchpad hat manchmal eine zu hohe Empfindlichkeit.

Display und Lautsprecher

Der 14-Zoll-LED-Bildschirm mit einer Auflösung von 1366 mal 768 Pixel ist alles andere als außergewöhnlich, sondern eher eine kleine Enttäuschung: So bietet er eine geringe Blickwinkelstabilität. Eine Neigung zu finden, in der das Panel eine optimale Ausleuchtung zeigt, ist nicht so ganz einfach. Angesichts des Preises könnte man mehr erwarten. Leider hat das Panel eine spiegelnde Beschichtung, was störende Reflexionen zur Folge hat.

Die Stereo-Lautsprecher erreichen eine gute Lautstärke, bieten aber sonst keine Besonderheiten. Sie sind für TV und Filme geeignet, sind aber keine herausragenden Features des U400. Eine Webcam mit 1280 mal 720 Pixeln und die vorinstallierte Software YouCam von Cyberlink bietet nichts, was andere, preiswerte Notebooks nicht auch standardmäßig integriert haben.

Schnittstellen

Zwar bringt das IdeaPad U400 jede Menge an Basis-Ausstattung mit, einen SD-Karten-Slot hat es allerdings nicht. Ansonsten ist es mit Ethernet-Anschluss, einem USB-3.0-, zwei USB-2.0-Ports, HDMI und Bluetooth ausgestattet. Über Intels Wireless Display 2.0 lassen sich Videos drahtlos mit bis zu 1080p Auflösung streamen, wenn man einen WiDi-kompatiblen Adapter für den Fernseher hat.

Komponenten und Leistung

Das Testgerät ist mit einem Core i5-2430M ausgestattet. Der Dual-Core-Chip bietet zwei Rechenkerne, aus denen Hyperthreading vier virtuelle macht. Turbo Boost übertaktet einzelne Kerne auf bis zu 3 GHz. An Bord sind außerdem 6 GByte RAM sowie eine 750-GByte-Festplatte. Für die Grafik sorgen die in die CPU integrierte HD 3000 sowie eine diskrete AMD Radeon 6470M mit DirectX-11-Unterstützung und 1024 MByte eigenem Speicher. Auf letztere wird bei leistunghungrigen Anwendungen automatisch umgeschaltet.

Spielen mit der integrierten AMD-Grafik ist machbar, wenn auch mit zahlreichen Beschränkungen. Street Fighter IV läuft mit 34,2 Frames pro Sekunde in nativer Auflösung mit Standard-Grafikeinstellungen. Sie erreicht eine höhere Performance als die Intel-Grafik, die Unterschiede sind aber nicht riesig.

In Deutschland kommt das Gerät in einer etwas anderen Ausstattung auf den Markt. Vergleichbar ist das 899 Euro teure IdeaPad U400 M694AGE. Es verfügt über einen Core i5-2450M, der um 100 MHz höher taktet. Dafür ist der RAM mit 4 GByte ein wenig kleiner.

Akkulaufzeit

Der integrierte 4-Zellen-Akku hält beim Abspielen eines Videos 4 Stunden und 43 Minuten, womit das U400 für ein Core-i5-Notebook über dem Durchschnitt liegt. Es ist besser als das Sony Vaio SA 41FX und das HP Pavilion dm4-3090se, aber schlechter als das MacBook Pro oder das Samsung Series 7 Chronos.

Fazit

Optisch an Ultrabooks oder Apples MacBook angelehnt, hat das IdeaPad U400 vor allem beim Design seine Stärken. Es hebt sich aber hinsichtlich der Ausstattung kaum von anderen flachen Notebooks ab, die derzeit auf dem Markt sind.

&nbsp Lenovo IdeaPad U400 Durchschnitt in dieser Kategorie
Video VGA, HDMI VGA und HDMI oder DisplayPort
Audio Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer- und Mikrofon-Kombi-Anschluss Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer- und Mikrofon-Kombi-Anschlüsse
Anschlüsse 1 USB 3.0, 2 USB 2.0 2 USB 2.0, 2 USB 3.0, SD-Kartenleser, eSATA
Netzwerk-Konnektivität Ethernet, 802.11n Wi-Fi, Bluetooth Ethernet, 802.11n Wi-Fi, Bluetooth, optional e mobile Datenübertragung
Optisches Laufwerk DVD-Brenner DVD-Brenner

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