Malware-Kampagne zielt auf StratFor-Kunden ab

Eine Mail warnt vor falschen Nachrichten und empfiehlt ein Antivirenpaket. Dieses entpuppt sich als Spyware. Sie schnüffelt Textdateien und Tabellenkalkulationen ebenso wie Passwörter aus.

Unbekannte versenden Malware in Form eines Schreibens, das angeblich vom US-Sicherheitsdienstleister StratFor stammt. In dessen Namen warnen sie vor falschen Nachrichten und fordern zur Installation eines angeblichen McAfee-Antiviren-Pakets auf. Dies meldet Barracuda Labs.

Logo von StratFor

Der Titel der Mail lautet „Stratfor: Beware of false communications“. Das vermeintliche Antivirenpaket entpuppt sich als Malware PWS-Zbot.gen.ry, die auf Hostsystemen gespeicherte Passwörter sammelt und an einen Kommandoserver im Internet schickt. Auch Dateien der Typen .PDF, .XLS und .DOC versucht sie, per FTP-Übertragung an einen Server zu liefern.

Empfänger sollten den Anhang einer solchen Mail nicht öffnen und sie in ihrem System als Spam markieren.

Die Kriminellen nehmen thematisch auf einen Angriff auf StratFor Bezug, bei dem AntiSec 860.000 E-Mail-Adressen sowie 75.000 unverschlüsselte Kreditkartennummern stehlen konnte, die es später ins Web stellte. Es scheint aber nicht so, dass die angeblich von StratFor stammende Malware nur an diese Mailadressen geht.

Mit den Kreditkartennummern sind laut FBI unautorisierte Transaktionen in Höhe von rund 700.000 Dollar durchgeführt worden. Zu StratFors Kunden gehören die US-Armee, die US-Luftwaffe, die Polizei von Miami, der Rüstungskonzern Lockheed Martin, aber angeblich auch die Deutsche Bank und die Deutsche Telekom. Als verantwortlich gilt den Behörden der unter Einsatz von rund 30 FBI-Beamten festgenommene Jeremy Hammond.

[mit Material von Dancho Danchev, ZDNet.com]

Themenseiten: Hacker, STRATFOR

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