iFixit zeigt Innenleben des neuen iPad

Der neue Prozessor A5X mit integriertem Quad-Core-Grafikchip vom Typ Power VR SGX543MP4 ist 35 Prozent größer als der A5 im iPad 2. Auch die Batterie mit 42,5 Wattstunden Kapazität nimmt mehr Platz ein. Beim Kamerassensor handelt es sich um das gleiche Modell, das Apple schon für das iPhone 4 verwendet.

Die Spezialisten von iFixit haben das neue iPad-Modell aufgeschraubt und detaillierte Informationen zu den verwendeten Komponenten veröffentlicht. Demnach sind die Batterie und der Prozessor größer; das Kameramodell stammt aus dem iPhone 4. Der Speicher kommt von Samsung oder Elpida und ist 1 GByte groß. Zudem haben die Kollegen von Chipworks den A5X-Chip mit einem Infrarot-Mikroskop analysiert und festgestellt, dass die verwendete, 1 GHz schnelle Dual-Core-CPU von Samsung im 45-Nanometer-Verfahren hergestellt wird.

Der A5X-Prozessor im neuen iPad bietet im Vergleich zum Vorgänger in Sachen Rechenleistung keine Verbesserung. Die um gut 35 Prozent größere Fläche dürfte von dem leistungsstärkeren Grafikchip Power VR SGX543MP4 eingenommen werden. Die Quad-Core-Grafikeinheit soll nach Angaben von Apple doppelt so schnell wie das Vorgängermodell arbeiten. Allerdings muss die GPU auch deutlich mehr Pixel „bewegen“, sodass unklar ist, ob der Chip im Einsatz von für die HD-Auflösung optimierten Spielen eine Leistungsverbesserung in der Praxis bietet.

Auch der Akku ist größer geworden und bietet nun eine Kapazität von 42,5 Wattstunden. Das ist im Vergleich zum Vorgängermodell mit 25 Wattstunden eine deutliche Leistungssteigerung. Dass das neue iPad allerdings deswegen nicht länger durchhält, ist den Tatsachen geschuldet, dass zum einen ein deutlich leistungsfähiger Grafikchip zum Einsatz kommt, zum anderen der Arbeitsspeicher auf 1 GByte angewachsen ist und vor allem das Display die vierfache Auflösung bietet. Dadurch benötigt das neue iPad deutlich mehr Leistung als das iPad 2 und erreicht trotz des größeren Akkus nur die gleiche Laufzeit.

Beim Kameramodell handelt es sich um die Lösung, die bereits im iPhone 4 zum Einsatz kommt. Der Vorteil für Apple liegt auf der Hand: Durch eine möglichst lange Verwendung gepaart mit hohen Stückzahlen erzielt der iPad-Hersteller günstigere Einkaufspreise als die Konkurrenz.

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