Sourceforge löscht angebliches Anonymous-OS

Als Torrent-Stream ist es aber weiter erhältlich. Die Entwicklersite beanstandet mangelnde Transparenz, da der Quelltext nicht vorliegt. Der Name Anonymous wird nach ihrer Einschätzung zu Werbezwecken missbraucht.

Das Betriebssystem „Anonymous-OS Live“ ist nicht mehr bei Sourceforge erhältlich. Das Projekt sei nicht transparent; jemand habe offenbar den Namen Anonymous genutzt, um schnell bekannt zu werden, teilte die Entwicklersite mit.

Über das Twitter-Konto @AnonOps war das OS als „Fälschung“ bezeichnet worden, die „voller Trojaner“ sei. Dennoch luden es zehntausende Anwender herunter. Eine Analyse findet sich etwa bei Ars Technica. Dort heißt es, es handle sich um einen Schnappschuss von Ubuntu 11.10 mit geringen Änderungen, der als Live-Boot-CD-Image verteilt werde. Im Lieferumfang fänden sich „zu Bildungszwecken“ einige Sicherheitsanwendungen, deren Nutzung teilweise rechtliche Folgen nach sich ziehen könne.

Sourceforge beanstandet dagegen, dass das Projekt keinen Quelltext bereitstelle. So sei eine Überprüfung durch andere Entwickler nicht möglich. Dies widerspreche dem Grundsatz der Transparenz, dem sich Sourceforge verpflichtet fühlt. Außerdem sei das Projekt noch keine Woche alt. Es habe sich durch Verwendung des Namens Anonymous offenbar nur ins Gespräch bringen wollen.

Die begleitende Projektseite bei Tumblr ist nach wie vor verfügbar. Als Download-Möglichkeit wird nun ausschließlich ein Torrent-Stream angeboten. Auf einer Hinweisseite empfehlen die Verantwortlichen, an keinen Angriffen teilzunehmen, und weisen darauf hin, dass „der Anwender für jedes illegale Vorgehen voll verantwortlich“ ist.

Bootscreen von Anonymous-OS Live (Screenshot: News.com)
Bootscreen von Anonymous-OS Live (Screenshot: News.com)

Themenseiten: Anonymous, Linux, Open Source, Software, SourceForge

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