Angebliches Anonymous-Betriebssystem steht zum Download bereit

Bei Sourceforge steht ein neues Betriebssystem als Alpha zum Download bereit, das „Anonymous OS Live“ heißt und angeblich von der Hacktivistengruppe Anonymous stammt. Der Beschreibung nach dient es „Bildungszwecken“ und kann verwendet werden, um „die Sicherheit von Webseiten“ zu prüfen. Es handelt sich um ein modifiziertes Ubuntu-Linux.

Begleitend gibt es eine Seite bei Tumblr, die Updates verzeichnen soll. Dort findet sich auch der Hinweis, dass das OS gestern schon 4600-mal heruntergeladen wurde. Inzwischen steht der Zähler bei über 21.000 Downloads.

Zu den Charakteristika von Anonymous gehört Heterogenität. Dem Hackerkollektiv gehört an, wer dies von sich selbst sagt – wenn es ihm die Öffentlichkeit glaubt. So ist es aber unvermeidlich, dass sich immer wieder Anonymous-Untergruppen von Aktionen anderer Untergruppen distanzieren. Das könnte in diesem Fall zutreffen: Über den recht offiziellen Twitter-Kanal „@AnonOps“ heißt es, das Betriebssystem sei „eine Fälschung“ und „gespickt mit Trojanern“.

Die Herausgeber des OS dementieren in fehlerhaftem Englisch, „es gibt nicht Virus“. Vor allem möchten sie aber den Eindruck vermeiden, Linux allgemein sei gefährlich und voller Viren.

Die OS-Autoren distanzieren sich zudem von typischen Anonymous-Aktionen. Auf einer Hinweisseite empfehlen sie, an keinen Angriffen teilzunehmen, und weisen darauf hin dass „der Anwender für jedes illegale Vorgehen voll verantwortlich“ ist.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

Bootscreen von Anonymous-OS Live (Screenshot: News.com)
Bootscreen von Anonymous-OS Live (Screenshot: News.com)

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2 Kommentare zu Angebliches Anonymous-Betriebssystem steht zum Download bereit

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  • Am 15. März 2012 um 20:22 von Mintkatze

    Das neue Betriebssystem von Anonymous
    Also ich habe mir mal einige Berichte über dieses System angesehen und ich habe sogar den Entwickler ausfindig gemacht. Aber: ich kann nichts illegales an diesem System finden, da der Entwickler eigentlich nur Anwendungen verwendet hat, die auch in etlichen anderen Linux-Distributionen verwendet werden. Und diese sind eben nicht illegal.

    Aber ich würde wirklich gerne mal wissen, ob überhaupt etwas dran ist an diesen Gerüchten, dass dieses System angeblich von Trojanern verseucht sein soll. Das würde mich mal interessieren und ich wäre sehr gerne mal dabei, dieses System mal auszuprobieren und zu testen.

    Grüße
    Mintkatze

  • Am 23. April 2012 um 9:37 von Hildegunst von Mythennetz

    Warum sich mit einer Kopie herumschlagen…
    Also, Ubuntu 11.10 ist ein runde Sache mit stellenweise rauher
    Oberfläche. Aber eben denoch rund und ebenfalls sicher.
    Was will mann/frau sich da mit einer Kopie herumschlagen.
    Es gibt viele Linux Versionen, da kann sich jeder die für
    ihn stimmige herunterladen. Mit VMware (ca. Fr. 200.00) bringt
    man sogar Windows 7 oder XP Ruckelfrei zum laufen und muss
    Softwaremässig auf Nichts verzichten.

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