Auch LG liefert Apple jetzt Retina-Bildschirme

Im März sollen es schon einige hunderttausend sein. Bisher kommt die Mehrzahl der neuen iPad-Screens von Samsung. Als dritter Hersteller steht Sharp bereit, das Volumen hochzufahren. Es musste erst Probleme mit seiner IZGO-Technik bewältigen.

LG Display hat die Produktion von 9,7-Zoll-Bildschirmen mit 2048 mal 1536 Pixeln für Apples „new iPad“ aufgenommen. Damit ist Samsung nicht mehr der einzige Zulieferer dieser wichtigen Komponente, wie Richard Shim berichtet, ein Analyst von NPD DisplaySearch.

Shim sagte gegenüber News.com: „LG Display wurde qualifiziert. Im März werden sie mehrere hunderttausend Stück liefern. Das ist die typische Steigerungsrate. Im ersten Monat machen sie einige hunderttausend, danach einige Millionen. Und Apple braucht jetzt alles, was es nur bekommen kann.“

Ein Engpass bei den schwer zu fertigenden Displays würde bedeuten, dass Apple die Nachfrage nicht bedienen kann. Das Retina-Display packt viermal mehr Bildpunkte als das iPad und iPad 2 auf die gleiche Fläche. Seine Auflösung ist sonst eher im 24-Zoll-Bereich zu finden.

Hoch aufgelöste Icons auf dem dritten iPad (Bild: News.com)
Hoch aufgelöste Icons auf dem dritten iPad (Bild: News.com)

Auch Apple selbst hat schon angedeutet, dass so hoch auflösende Bildschirme nicht leicht herzustellen sind. Wegen der Dichte können „Signale vertauscht, Farben gestört und Bilder undeutlich werden. Um dieses Problem zu lösen, mussten wir die Pixel auf eine eigene Ebene heben und sie von den Signalen trennen.“ Um die Helligkeit beizubehalten, verbaut man außerdem doppelt so viele LEDs wie beim iPad 2.

Als dritter Displayproduzent stehe Sharp bereit, behauptet Shim. Dessen Status sei derzeit noch ungeklärt, doch die „Gen 8“-Produktionsanlage könne rasch Fahrt aufnehmen.

Ein Bericht von IHS iSuppli deckt sich in groben Zügen mit Shims Analyse. Demnach mühen sich drei Displayhersteller, die Nachfrage zu befriedigen. Bisher scheine der weitaus größte Teil aber von Samsung zu kommen. Beide Marktforschungsunternehmen erwähnen Probleme, die Sharp mit der Fertigung seiner IZGO-Displays habe. IGZO steht für Indium, Gallium und Zinkoxid. Das amorphe Silizium in IZGO ermöglicht eine höhere Beweglichkeit der Elektronen, weshalb die Beschichtung (Thin-Film Transistor, kurz TFT) dünner ausfallen kann, und die Helligkeit steigt.

[mit Material von Brooke Crothers, News.com]

Themenseiten: Apple, Business, Displays, LG, Mobil, Mobile, Samsung, Sharp, Tablet, iPad

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