Microsoft verbannt Windows Mobile aus Marketplace

Ab dem 9. Mai können Besitzer von Geräten mit dem veralteten Mobilbetriebssystem keine Apps mehr kaufen oder aktualisieren. Installierte Programme funktionieren weiterhin. Bei einem Hard Reset werden sie aber unwiederbringlich gelöscht.

Am 9. Mai 2012 macht Microsoft seinen Marketplace dicht – für Windows-Mobile-Anwendungen. Darüber hat es Nutzer von Geräten mit dem veralteten Mobilbetriebssystem per E-Mail informiert, wie PC Mag berichtet. Apps für Windows Mobile 6.x lassen sich von da an weder kaufen noch herunterladen oder aktualisieren.

Mit Windows-Mobile-Geräten lässt sich bald nicht mehr auf den Marketplace zugreifen (Bild: Microsoft).
Mit Windows-Mobile-Geräten lässt sich bald nicht mehr auf den Marketplace zugreifen (Bild: Microsoft).

Anwendungen und Spiele, die schon auf den Geräten installiert sind, funktionieren auch nach dem 9. Mai. Wenn ein Smartphone jedoch auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt wird oder sie auf andere Weise gelöscht werden, sind sie unwiederbringlich verloren – inklusive jener Daten, die auf einer externen Speicherkarte abgelegt sind.

Nach Angaben von PC Mag besteht die Möglichkeit, dass Entwickler selbst Aktualisierungen über App Stores von Dritten anbieten werden. Microsoft empfiehlt Nutzern, ihre Anwendungen zu prüfen und verfügbare Updates zu installieren.

Seinen Marketplace for Windows Mobile hatte Microsoft im Oktober 2009 mit 245 Apps eröffnen. Einen Monat später stieg die Zahl der verfügbaren Anwendungen auf rund 800.

Sein aktuelles Mobilbetriebssystem Windows Phone 7 stellte Microsoft am 11. Oktober 2010 vor. Ende Oktober kamen die ersten Geräte mit dem OS auf den Markt. Für Windows Mobile geschriebene Anwendungen ließen sich unter dem neuen Betriebssystem nicht nutzen: Es verfügte über eine neue Anwendungssicht auf Basis von Silverlight. Zum Start versprach der Softwareanbieter rund 500 Apps.

Ende September 2011 überarbeitete Microsoft seinen webbasierten Marketplace. Bald darauf erschien die jüngste Betriebssystemversion Windows Phone 7.5 Mango. Im April soll eine Aktualisierung herauskommen, die bisher unter dem Codenamen „Tango“ bekannt ist. Microsoft positioniert sie aber als Update und nicht als neue OS-Version.

Mit Tango reduziert der Softwarekonzern die Anforderungen an die Hardware eines Windows-Phone-Handys. Künftig läuft das OS auch auf Geräten mit nur 256 MByte RAM, die vom von einem günstigeren Qualcomm-SoC (System on a Chip) vom Typ 7X27 angetrieben werden. Auf den für das zweite Quartal angekündigten Smartphones Lumia 610 von Nokia und Orbit von ZTE ist Tango schon vorinstalliert. Eine weitere Neuerung sind SMS-Nachrichten, an die sich mehrere Fotos anhängen lassen.

Themenseiten: Microsoft, Mobil, Mobile, Smartphone, Software, Windows Mobile, Windows Phone

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