Bitkom-Studie: Green Business ist ein wichtiger Standortfaktor

75 Prozent der deutschen Firmen messen Umweltaspekten hohe Bedeutung für die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu. Größtes Hindernis für Green-IT sind knappe finanzielle Mittel. Dennoch wird eine staatliche Förderung nur selten genutzt.

Drei Viertel (75 Prozent) der deutschen Unternehmen messen Green Business eine hohe Bedeutung für ihren zukünftigen Erfolg und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu. Das ist das Ergebnis der Studie „Green Business – IT als Innovationstreiber für Nachhaltigkeit“, die der Hightech-Branchenverband Bitkom und die Unternehmensberatung BearingPoint auf der CeBIT in Hannover vorgestellt haben. Green Business bezeichnet demnach ganzheitliches, ökologisches Wirtschaften eines Unternehmens mit dem Ziel, schädigende Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden beziehungsweise zu vermindern und gleichzeitig Maßnahmen zur Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs umzusetzen.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 280 Unternehmen aller Branchen, die vom Green-IT-Beratungsbüro des Bitkom und BearingPoint durchgeführt wurde. Sie zeige, dass Green Business kein Nischenthema mehr sei, sondern sich in Zeiten steigender Strompreise und instabiler Energieversorgung als wichtiger Standortfaktor etabliere, so der Bitkom.

„Die Initiative und die Verantwortung für Green-Business-Maßnahmen sollten bei der Geschäftsführung liegen oder bei einem zentralen und durchsetzungsstarken Umwelt- beziehungsweise Nachhaltigkeitsmanagement. Umsetzung und Überwachung der einzelnen Maßnahmen sollten hingegen in den einzelnen Unternehmensbereichen erfolgen, da dort das notwendige Know-how verortet ist“, sagte Stefan Pechardscheck, Partner bei BearingPoint.

Knappe finanzielle Mittel sind laut Umfrage das größte Hindernis für Green-IT. Dennoch hat sich nur knapp die Hälfte der Unternehmen mit einschlägigen staatlichen Förderprogrammen befasst. Genutzt werden öffentliche Mittel sogar nur von jedem zwanzigsten Unternehmen.

Über die Hälfte der Studienteilnehmer gaben unabhängig von der Unternehmensgröße an, in den nächsten drei Jahren in Projekte zur Förderung von „Nachhaltigkeit durch IT“ investieren zu wollen. Allerdings fehle es oft an strategischen Ansätzen, innovative IT für eine bessere Ressourceneffizienz und damit als Beitrag zur Nachhaltigkeit einzusetzen.

Dabei können IT-gestützte Systeme und IT-getriebene Innovationen laut Bitkom den Schlüssel zu ressourcenschonenden Verfahren in der gesamten Wertschöpfungskette bilden. IT sei eine Basis- und Querschnittstechnologie im Klimaschutz und könne als Katalysator für die Nachhaltigkeitsbemühungen der Unternehmen dienen.

Die komplette Studie steht auf der Website des Green-IT-Beratungsbüros des Bitkom zum kostenlosen Download bereit. Dieses Büro bietet seit 2009 kostenlose Beratungen zu den Fördermöglichkeiten für Green-IT-Projekte der Spitzen- und der Breitenförderung an. Zudem unterstützt es Unternehmen bei der Umsetzung von Effizienz-Projekten.

Themenseiten: BearingPoint, Bitkom, Business, CeBIT, Green-IT, Marktforschung

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