XPS 13: Dells 13-Zoll-Ultrabook auf dem Prüfstand

Der Deckel aus Aluminium, die Basiseinheit aus Kohlefaser – bei seinem ersten Ultrabook wartet Dell mit edlen Materialien auf. Ausgestattet ist es mit einem 1,6-GHz-Core-i5, 4 GByte RAM und einer 128-GByte-SSD. ZDNet hat das Gerät getestet.

Bei der im Herbst 2011 vorgestellten ersten Runde von Ultrabooks war Dell nicht dabei. Erst Anfang 2012 auf der Consumer Electronics Show im Januar stellten die Texaner einen flachen 13,3-Zöller namens XPS 13 vor. ZDNet hat getestet, was das Gerät leistet.

Dell hat die Verfügbarkeit des XPS 13 auf dem deutschen Markt für Mitte März angekündigt. Die hier getestete Basisausstattung mit Core i5, 4 GByte RAM und 128-GByte-SSD wird voraussichtlich 1119 Euro kosten – etwas mehr als ähnlich ausgestattete Ultrabooks der Konkurrenz.

Chassis

Mit einem Gewicht von 1,36 Kilo und einer Bauhöhe von 6 bis 18 Millimetern kann das Dell XPS 13 keine Bestmarken setzen. Es gibt einige Geräte, die noch etwas flacher und leichter sind. Anders sieht es bei der Grundfläche von 31,6 mal 20,5 Zentimetern aus. Das Versprechen, ein 13,3-Zoll-Panel im Gehäuse eines 11,6-Zöllers zu bieten, wird zwar nicht ganz eingehalten. Trotzdem hat Dell dank schmalem Rahmen ein kompaktes Gerät im Angebot, das sich zwischen dem 13,3- und 11,6-Zoll-MacBook Air bewegt.

Eine Scheibe aus Gorillaglas deckt das Display ab. Sie ist bis zu den Ecken weitergezogen. Manche Hersteller sprechen bei dieser Umsetzung von einem rahmenlosen Display, was letztlich aber nur ein Marketinggag ist.

Der Deckel des XPS 13 ist aus einem Stück Aluminium gefertigt. Es fühlt sich sehr stabil an. Die Baseunit besteht aus einem Karbonfaserverbund. Insgesamt bewegt sich die Verarbeitung auf einem hohen Niveau. Das Chassis mit seiner nach vorne zugespitzten Form erinnert an das MacBook Air.

Tastatur

Die Chiclet-Tastatur ist sehr flach, jedoch mit einem weichen Anschlag ohne Tippgeräusche angenehm zu nutzen. Sie verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung, die das Ultrabook auch unter schlechten Lichtbedingungen gut nutzbar macht. Beim großen Touchpad aus Glas sollte man die Empfindlichkeit etwas höher einstellen, damit es besser nutzbar ist. Zwar ist es auch so nicht ganz perfekt, aber nicht schlechter als das Touchpad anderer Windows-Notebooks.

Display und Schnittstellen

Der Screen ist eine Enttäuschung: Er löst mit 1366 mal 768 Pixeln nur durchschnittlich auf. Das Zenbook von Asus schafft beispielsweise 1600 mal 900 Pixel. Auch Apples MacBook Air bietet mit 1440 mal 900 Pixel eine höhere Auflösung. Die Blinkwinkelstabilität lässt zu wünschen übrig. Aufgrund der spiegelnden Oberfläche kommt es zu störenden Reflexionen.

Leider hat das Dell im Gegensatz zu den meisten anderen 13-Zoll-Ultrabooks keinen SD-Kartenleser. Der ist aber in Verbindung mit einer großen SSD eine gute Möglichkeit, um bei einem Gerät mit 128-GByte-SSD den Speicherplatz kostengünstig zu erweitern.

Anstatt auf HDMI setzt Dell auf DisplayPort, was derzeit aber nicht so universell einsetzbar ist. Per Adapter lässt sich natürlich auf HDMI und DVI realisieren.

Ausstattung

Die Basiskonfiguartion kommt mit einem Core i5-2467M. Er läuft mit 1,6 GHz, Turbo Boost taktet einzelne Kerne bis 2,3 GHz. Hyperthreading macht aus den beiden echten Rechenkernen vier virtuelle, was die Auslastung der Ausführungseinheiten und letztlich die Performance steigert. An Bord sind außerdem 4 GByte DDR-1333-RAM sowie eine 128-GByte-SSD. Für die Grafik sorgt die in die CPU integrierte HD 3000. Die DirectX-10-Lösung ist für Office-Aufgaben und Casual Games schnell genug, für die neuesten 3D-Titel benötigt man aber eine deutlich leistungsfähigere Grafik von AMD oder Nvidia. Insgesamt bewegt sich die Ausstattung des XPS 13 auf dem Niveau der Konkurrenz.

Akkulaufzeit

Der fest verbaute 47-Wh-Akku des XPS 13 hält im Test 4 Stunden und 52 Minuten. Das geht in Ordnung, andere Ultrabooks wie das Folio 13 bieten aber eine Stunde mehr Laufzeit. Apples 13-Zoll-MacBook Air schafft sogar 6 Stunden und 46 Minuten.

Fazit

Mit dem XPS 13 gelingt Dell ein guter Einstand ins Ultrabook-Segment. Das Gerät sieht gut aus und die Verarbeitung überzeugt. In Sachen Ausstattung kann es sich dagegen nicht von der Konkurrenz abheben. Ein größerer Akku sowie ein höher auflösendes Display wären wünschenwert. Mit dem angekündigten Preis von 1119 Euro ist es zudem gut 100 Euro teurer als ähnlich konfigurierte Ultrabooks anderer Hersteller.

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