CeBIT: Deutsche Telekom ermöglicht Videokonferenzen im Browser

VideoMeet Connect funktioniert ohne zusätzliche Softwareinstallation. Eine Beta wird in Kürze verfügbar sein. Außerdem unterstützt die universelle Konferenzlösung ab sofort auch Microsoft Lync. Weitere SIP-Clients sollen folgen.

Die Deutsche Telekom hat ihre Videokonferenzlösung VideoMeet um die Funktion Connect erweitert. Damit können Nutzer direkt im Browser an Videokonferenzen teilnehmen, ohne zusätzliche Software installieren zu müssen. Die Telekom demonstriert VideoMeet Connect auf der CeBIT in Hannover an ihrem Stand D26 in Halle 4. In Kürze soll eine Betaversion verfügbar sein.

„Die neue Funktion von VideoMeet zeigt beispielhaft, was wir unter einfacher Bedienung verstehen“, erläutert Rainer Deutschmann, Senior Vice President Core Telco Products bei der Deutschen Telekom. „Mit VideoMeet Connect können unsere VideoMeet-Kunden praktisch mit jedem konferieren – auch mit jemandem, der keinen der üblichen Konferenzclients installieren kann.“ Man gehe davon aus, dass Video die reine Sprachtelefonie zunehmend ablösen werde.

VideoMeet unterstützt jetzt auch Konferenzen im Browser und via Microsoft Lync (Bild: Deutsche Telekom).
VideoMeet unterstützt jetzt auch Konferenzen im Browser und via Microsoft Lync (Bild: Deutsche Telekom).

Wie die Telekom ebenfalls auf der CeBIT bekannt gab, lässt sich VideoMeet ab sofort auch mit Microsoft Lync verbinden, das in vielen großen Unternehmen zum Einsatz kommt. Lync ist der erste SIP-Client, den VideoMeet integriert. Weitere sollen folgen. Seit 19. Januar wird die Lösung mit ausgewählten Lync-Anwendern in einer Betaphase getestet. Sie ermöglicht Audio- und Videoübertragung mit einer Auflösung von bis zu 640 mal 480 Bildpunkten (VGA). Der Zugriff erfolgt über eine Web-Oberfläche.

VideoMeet hat die Telekom in Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Start-up Blue Jeans Network entwickelt. Es ist eine cloudbasierte Lösung für mehrere Teilnehmer, die praktisch alle Videosysteme – unabhängig vom Anbieter – miteinander verbindet. Der Dienst ermöglicht Videokonferenzen zwischen Raumsystemen, PCs, Tablet-PCs und Smartphones, sowie den Einsatz von Skype, Google Video Chat oder Microsoft-Software.

Die Cloudanwendung kommt ohne spezielle Hardware und Installationen aus. Einzige Voraussetzungen sind eine Internetverbindung sowie ein videofähiges Endgerät. Steht Letzteres nicht zur Verfügung, kann ein Teilnehmer über eine lokale Nummer telefonisch an einer VideoMeet-Konferenz teilnehmen. Die Software unterstützt sowohl VoIP- als auch ISDN-Verbindungen.

VideoMeet kann mit bis zu 25 Endgeräten je Konferenz genutzt werden. Der Dienst lässt sich 30 Tage lang kostenlos testen, danach bietet die Telekom fünf Tarife mit Einzelkonferenzen und Minutenpaketen an. Die Preise starten bei 60 Cent pro Minute, wenn nur die Gespräche selbst abgerechnet werden. Für 1000 Inklusivminuten zahlen Kunden 416,50 Euro im Monat. Sind sie aufgebraucht, kosten Videogespräche 42 Cent pro Minute. 10.000 Inklusivminuten schlagen mit 3094 Euro zu Buche; der Minutenpreis liegt danach bei 31 Cent. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt jeweils zwölf Monate.

Themenseiten: Business, CeBIT, Cloud-Computing, Deutsche Telekom, Kommunikation, Messe, Software, Telekommunikation

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