CeBIT: Ministerin Aigner aktualisiert Informationsportal watchyourweb.de

Es richtet sich in erster Linie an Jugendliche. Sie erhalten neben allgemeinen Informationen konkrete Empfehlungen zum Datenschutz in Sozialen Netzen. Das Angebot wird von weiteren Informationsportalen des Ministeriums flankiert.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat im Vorfeld der CeBIT heute den Startschuss für die Neuauflage der Site Watch your web gegeben. Die Informations- und Ratgeberseite sollen vor allem Jugendliche ansprechen. Sie wird für die Zielgruppe als „Portal für Tipps zum cleveren Surfen“ beworben.

„Watch your web“ war im Juni 2009 von Aigner als Kampagne gestartet worden. Die Informationssite sei seitdem zwei Millionen Mal aufgerufen worden, die parallel dazu auf YouTube veröffentlichten Videos rund 500.000-mal. Diese Zahlen wertete die Ministerin auf einer Pressekonferenz in Hannover als Erfolg. Sie seien auch der Grund dafür, dass die Mitteln ihres Ministeriums geförderte Site erneuert und erweitert wurde.

Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) während der Pressekonferenz in Hannover mit Bitkom-Präsident Dieter Kempf (links) und Messechef Ernst Raue (Bild: ZDNet.de).
Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) während der Pressekonferenz in Hannover mit Bitkom-Präsident Dieter Kempf (links) und Messechef Ernst Raue (Bild: ZDNet.de).

„Watch your Web wurde zu einem umfassenden Informationsportal für Jugendliche in sozialen Netzwerken weiterentwickelt“, so Aigner. Jugendliche Webnutzer können dort nun mehr über ihre Rechte, den Schutz vor Risiken wie Mobbing oder Kostenfallen und IT-Sicherheit erfahren.

Für die gängigen Sozialen Netzwerke wird dort zudem ausdrücklich erklärt, wie sich die Einstellungen zur Privatsphäre anpassen lassen und welche Datenschutzeinstellungen zu empfehlen sind. Aigner bekräftigte in dem Zusammenhang noch einmal ihre Forderungen an Anbieter im Internet. Demnach sollten sich persönliche Daten jederzeit löschen lassen, Datenschutzeinstellungen grundsätzlich auf den stärksten möglichen Schutz voreingestellt sein und nicht mehr Daten erhoben werden, als für den jeweiligen Geschäftszweck unbedingt erforderlich sind.

Bitkom-Präsident Dieter Kempf erklärte sich grundsätzlich mit der Ministerin einverstanden und betonte ebenfalls, dass Anbieter durch ihr Verhalten das Vertrauen der Nutzer erwerben sollten. Er hielt aber dagegen, dass sich viele Anbieter schon seit Jahren so verhielten. Außerdem wollte er die Forderung nach dem „Recht auf Vergessenwerden“ nicht unwidersprochen lassen: „Das ist leichter ausgesprochen als realisiert“, so Kempf.

Bereits im Sommer 2009 hatte die Bundesverbraucherministerin zwei Portale mit Informationen für Verbraucher und Internetnutzer freigeschaltet. Die Site www.surfer-haben-rechte.de verantwortet der „Verbraucherzentrale Bundesverband“. Sie soll beispielsweise Fragen nach Rechten in sozialen Netzwerken oder zu Fallen beim Download von Programmen beantworten. Das Portal „Verbraucher sicher online“ bietet Informationen, wie sich Nutzer sicher im Netz bewegen können. Der Bitkom unterstützt die Portale Deutschland sicher im Netz, das sich an Kleinunternehmer und Verbraucher richtet sowie die Suchmaschine FragFinn, mit der Kinder die ersten Schritte im Web sicher bewältigen sollen.

Themenseiten: Big Data, Business, CeBIT, Datenschutz, Messe, Networking, Politik, Soziale Netze

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