Bericht: Medienfirmen geben Apples Streamingdienst einen Korb

Einem Manager zufolge will Apple "alles für nichts". Ein anderer vermisst Einfluss auf die Preisgestaltung. Auch Netflix war zuletzt mehrfach in Gesprächen über Streaminglizenzen gescheitert.

Apple plant, bis Jahresende einen Streamingdienst für Filme und Fernsehserien einzuführen, der etwa mit dem in den USA äußerst beliebten Netflix konkurriert. Bisher sei es ihm aber nicht gelungen, Medienunternehmen in ausreichendem Maß von seinem Projekt zu überzeugen, berichtet die New York Post.

Schmuckbild Film Fernsehen Medien

Ein Manager eines von Apple angesprochenen Anbieters von Inhalten soll der Zeitung gesagt haben, Apple fordere „alles für nichts“. Seinen Namen wollte er nicht veröffentlicht sehen. Ein Kollege teilte mit, Apple wolle selbst entscheiden, welche Inhalte es zu welchem Preis anbiete. Das komme aber nicht in Frage.

Gerüchte um einen solchen Streamingdienst von Apple hatte es schon vor einem Jahr gegeben. Auch damals wurde von Gesprächen mit den Inhalteanbietern berichtet. Mit dem Start von iCloud im Oktober 2011 belebten sich diese Spekulationen erneut – doch nichts geschah.

Schon Netflix hatte zuletzt Mühe, die Medienunternehmen zu neuen Vertragsabschlüssen und -verlängerungen zu bringen. Starz Media beispielsweise ließ seine Inhalte diese Woche aus dem Angebot entfernen, weil es zu keiner Einigung kam. Auch Serienproduzent HBO schreckt davor zurück, seine Inhalte für Netflix freizugeben.

[mit Material von Don Reisinger, News.com]

Themenseiten: Apple, Business, HBO, HDTV, Internet, Netflix, Starz Media, Streaming

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1 Kommentar zu Bericht: Medienfirmen geben Apples Streamingdienst einen Korb

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  • Am 3. März 2012 um 1:33 von Markus Scheurer

    Veraltete Denkmuster?
    Naja, dass die Unternehmen, also die Medien-Ersteller, auch ihre Kosten haben und von den Umsätzen leben müssen und sich daher nicht von anderen Firmen die Preise vorschreiben lassen wollen, verstehe ich. Würde ich ja auch nicht anders machen. Aber deshalb bei allen Diensten erstmal auf Distanz zu gehen, ist ein nicht weitsichtig gedachter Schritt, denn in der aktuellen Form werden die Medien-Ersteller wohl keine 10 oder 20 Jahre mehr überlegen, sondern müssen sich eben auch an die neuen Möglichkeiten + Techniken anpassen, wenn sie langfristig überleben wollen. Denn die Nutzer interessiert meist, was alles möglich ist und sie nutzen können, nicht, was die Anbieter gerne hätten.

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