CeBIT: Fraunhofer zeigt Lösung für preiswerte Cloud-Backups

OmniCloud verschlüsselt Daten lokal vor dem Transfer in die Cloud. Zudem verhindert es Dopplungen im Backup. Eine Art Umzugsservice soll eine Abhängigkeit von einem einzelnen Speicheranbieter verhindern.

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (Fraunhofer SIT) wird auf der am 6. März beginnenden CeBIT in Hannover erstmals seine Softwarelösung OmniCloud präsentieren (Halle 9, Stand E08). Mit ihr sollen Unternehmen Backups sicher und preisgünstig in der Cloud speichern können. Die Software verschlüsselt die zu sichernden Daten und bietet eine Deduplizierungsfunktion.

OmniCloud verschlüsselt Daten lokal vor der Übertragung in die Cloud (Bild: Fraunhofer SIT).
OmniCloud verschlüsselt Daten lokal vor der Übertragung in die Cloud (Bild: Fraunhofer SIT).

Um Kosten zu sparen, wollten viele Unternehmen ihre sensiblen Daten heute in der Cloud statt auf eigenen Servern sichern. Wie eine in Kürze erscheinende Studie gezeigt habe, böten die meisten Cloud-Speicherdienste jedoch keine ausreichende Sicherheit, teilt Fraunhofer SIT mit. Deshalb habe man mit OmniCloud eine Lösung entwickelt, die Daten lokal verschlüsselt, bevor sie in die Cloud wandern.

Die Software unterstützt laut Hersteller eine Vielzahl aktueller Cloud-Speicherdienste und lässt sich besonders einfach mit existierenden Backup-Lösungen verbinden – selbst wenn diese keine Cloud-Anbindung vorsehen. Gleichzeitig bietet OmniCloud eine Art Umzugsservice, wie man ihn aus dem Bereich der Stromanbieter kennt. Dieser verhindere, dass Unternehmen ungewollt von einem Provider abhängig werden.

Während der Datensicherung erkennt die Software Dopplungen und sorgt bei identischen Dateien dafür, dass nur ein Datensatz in der Cloud abgelegt wird. „Viele Dateien sind im Unternehmen oft mehrfach vorhanden. Schickt der Chef zum Beispiel eine Rundmail an alle Mitarbeiter, dann liegen dieselben Daten auf zahlreichen Rechnern“, erklärt Fraunhofer-Abteilungsleiter Michael Herfert. „OmniCloud findet diese Dopplungen und berücksichtigt sie bei der Backup-Erstellung. Das spart Speicherplatz und Geld.“

Themenseiten: CeBIT, Cloud-Computing, Fraunhofer-Institut SIT, Software

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