MWC: Samsung gibt Ausblick auf Vierkernchip Exynos 4412

Er enthält vier A9-Kerne - aber anders als der Nvidia Tegra 3 keinen "Companion". Gefertigt wird er wird mit High-K-Dielektrikum in 32 Nanometer, was die Verlustleistung bei gleicher Performance laut Samsung auf ein Zehntel reduziert.

Samsung hat im Rahmen der Konferenz ISSCC einen Ausblick auf seinen Vierkernchip Exynos 4412 für Tablets gegeben. Eine offizielle Ankündigung wird kommende Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona erwartet. Gerüchte dazu kursieren seit September 2011, als Samsung den Zweikernprozessor Exynos 4212 vorgestellt hatte.

Exynos 5250 (Bild: Samsung)

Der Quad-Core-Chip enthält vier Kerne vom Typ ARM Cortex A9 mit variablem Takt von 200 MHz bis 1,5 GHz, die Quad-Core-Grafik ARM Mali, die 64-Bit-Media-Engine Neon und einen Dual-Channel-Speichercontroller, der LP-DDR2, DDR2 und DDR3 unterstützt. Wie der Exynos 4212 wird auch der 4412 im 32-Nanometer-Verfahren mit High-K-Materialien und Metallgattern (HKMG) produziert.

Anders als bei Nvidias Quad-Core-Chip Tegra 3 oder ARMs Architektur „big.Little“ gibt es im Samsung-Prozessor keinen ergänzenden Kern („Companion“), der die anderen Halbleiter im Stromsparmodus ablösen kann. Vielmehr setzt Samsung auf klassische Stromspar-Verfahren wie dynamische Anpassung von Stromspannung und Prozessortakt, ein „body-biasing“ genanntes Verfahren und Thermal Management.

Samsung zufolge ist die 32-Nanometer-Version des Exynos 35 bis 50 Prozent leistungsstärker als der 45-Nanometer-Vorgänger Exynos 4210. Durch die Gatter sei auch die Verlustleistung geringer, heißt es. Bei gleichem Stromverbrauch sei die Transistorleistung mit High-K-Dielektrikum um 40 Prozent höher. Alternativ könne man die gleiche Performance bei einem Zehntel der Verlustleistung realisieren.

Schon im November hatte Samsung Tests mit einem Dual-Core-A15-Design angekündigt, dem in 32 Nanometer gefertigten Exynos 5250 mit bis zu 2 GHz Takt. Er soll die Leistung des Exynos 4212 verdoppeln, wenn er im zweiten Quartal in die Serienfertigung geht.

Der A15 gilt als nächster großer Sprung für Mobilchips auf ARM-Basis. Texas Instruments wird auf seiner Basis dieses Jahr das Modell OMAP5 vorstellen, während Qualcomm gerade erste Testergebnisse seines MSM8960 bekannt gegeben hat, der zur Familie Snapdragon S4 gehört. Und Nvidia wird vermutlich nächste Woche auf dem MWC einen Ausblick auf seine Prozessor-Roadmap geben.

[mit Material von John Morris, ZDNet.com]

Themenseiten: ARM, Hardware, Mobile, Prozessoren, Samsung, Smartphone, Tablet

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