Twitter kommt auf Satellitenhandys

Über Iridium und Thuraya kann man nun per SMS twittern. Das funktioniert auch im Katastrophenfall, wenn Mobilfunknetze ausfallen. Eine große Zielgruppe erschließt sich Twitter damit nicht - aber wohl eine zahlungskräftige.

Twitter hat eine Partnerschaft mit den Satellitennetzbetreibern Iridium und Thuraya angekündigt. Gemeinsam bietet man Kunden ab sofort die Möglichkeit, Tweets per Satelliten-SMS zu versenden.

Logo Twitter

Dieser Dienst kann Twitter zufolge auch als Notfallkommunikation im Katastrophenfall genutzt werden. Der Satellitenfunk würde schließlich auch funktionieren, wenn kein Handynetz oder eine andere Verbindung zum Internet vorhanden sind.

Die Twitter-Rufnummer lautet für Thuraya 1888 und für Iridium 40404. Das Handy muss mit dem Twitter-Konto verbunden sein. Dazu soll der Anwender in Deutschland auf eigene Kosten eine SMS mit dem Wort „Start“ an +4915705000021 senden. Eine Hilfsseite von Twitter listet die Nummern für andere Länder auf, eine zweite beschreibt das Prozedere im Detail.

Für Twitter, das außer Anzeigen wenig Möglichkeiten gefunden hat, aus seiner großen Anwenderbasis Kapital zu schlagen, ist dies ein interessantes neues Geschäftsmodell – trotz der nur wenigen Nutzer von Satellitenhandys. Executive Chairman Jack Dorsey hat schließlich im November 2011 den Plan ausgegeben: „Unser Geschäftsmodell ist vor allem auf überraschende Entdeckungen ausgerichtet.“

Iridium hatte SMS per Satellit im August 2003 eingeführt. Es verlangte damals 40 Cent je Stück. 2008 meldete es weltweit rund 250.000 Abonnenten. Größter Einzelkunde mit einem Umsatzanteil von rund 20 Prozent war bis dahin das US-Militär. Thuraya aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat seine Seite mit Meilensteinen der Unternehmensgeschichte seit 2009 nicht mehr aktualisiert. Die jüngsten Nutzerzahlen stammen von 2003, als man die 100.000 übertraf.

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