Symantec erweitert Backup Exec um Funktionen für Cloud und Virtualisierung

Es gibt drei Editionen, die sich an kleine Firmen, Anwender von Virtualsierungstechniken und Cloud-Nutzer richten. Bei allen ist die Benutzeroberfläche aufgeräumter. Die V-Ray-Technologie bringt mehr Funktionen beim Backup virtueller Maschinen.

Symantec hat die 2012er-Version von Backup Exec vorgestellt. Die Software wird im Laufe des Frühjahrs in drei Varianten verfügbar sein: Als Small Business Edition, als sogenannte V-Ray-Edition sowie als Cloud-Dienst. Außerdem wird Backup Exec 2012 auch im Appliance-Faktor angeboten.

Die Software unterstützt derzeit die Hypervisoren von VMware und Microsoft. Außerdem wurde das Lizenzmodell besser an Umgebungen mit virtuellen Maschinen angepasst. Alle drei Editionen bieten neben einer gründlich überarbeiteten Benutzeroberfläche und der Vereinfachung von Arbeitsabläufen gegenüber den Vorgängerversionen auch Erweiterungen für Firmen, die Cloud-Angebote oder Virtualisierung nutzen.

Michael Hoos, Senior Director Technology Sales bei Symantec in Mitteleuropa, bei der Vorstellung von Backup Exec 2012 in München (Bild: ZDNet.de).
Michael Hoos, Senior Director Technology Sales bei Symantec in Mitteleuropa, bei der Vorstellung von Backup Exec 2012 in München (Bild: ZDNet.de).

Grundsätzlich erlaubt Symantecs Datensicherung Backup und Disaster Recovery in physischen und virtuellen Umgebungen. Daten und Systeme lassen sich in unterschiedlichem Umfang wiederherstellen: entweder komplette Server oder auch einzelne Objekte, etwa eine Datei, ein Ordner oder eine E-Mail. Funktionen für Deduplizierung und Archivierung helfen, die Kosten für die Storage-Infrastruktur zu reduzieren. Die Integration von VMware Data Protection APIs sowie Microsofts Volume Shadow Copy Service dient dem besseren Zusammenspiel mit den Lösungen dieser Anbieter.

Für Backup Exec 2012 hat Symantec zudem das im vergangenen Jahr vorgestellte V-Ray verfeinert – ein Bündel von Virtualisierungsfunktionen. Mit dem Namen knüpft Symantec an den englischen Begriff für Röntgenstrahlen (X-Ray) an und will so zeigen, dass man auch in virtuelle Umgebungen tiefen Einblick hat. Letztendlich ist es also eher ein Marketingbegriff als eine eigenständige Technologie. Zum V-Ray-Funktionsbündel gehört etwa Load Balancing. Damit soll die Überlastung virtueller Maschinen durch zahlreiche gleichzeitig einsetzende Backupvorgänge, sogenannte Backup-Storms, verhindert werden.

Backup Exec 2012 erlaubt nun Bare-Metal-Disaster-Recovery, also einen kompletten Server aus den Backup-Kopien auf anderer Hardware aufzubauen, sowie die Wiederherstellung von einer startfähigen DVD. Außerdem ist es möglich, Backups virtueller Maschinen zu konvertieren, um diese bei einem Ausfall wieder direkt in einer VMware- oder Hyper-V-Umgebung herzustellen. Das dauert laut Symantec nicht länger, als eine normal funktionierende virtuelle Maschine zu starten.

Die Deduplizierungs- und Archivierungstechnologien in Backup Exec 2012 sollen nicht nur Storage-Kosten senken, sondern auch organisatorische Probleme lösen. Indem es die für Sicherungen erforderliche Zeit verkürzt, will Symantec Backup-Fenster verkleinern oder sogar überflüssig machen und Backups an anderen Standorten über WAN-Strecken erleichtern beziehungsweise überhaupt erst ermöglichen. Verschlüsselung mit 128-Bit oder 256-Bit auf Festplatten oder Bandspeichergeräten schützt die Daten während der Übertragung sowie auf dem Speichermedium.

Die Funktion Virtual Machine Validator sorgt dafür, dass sich aus angelegten Backups die virtuellen Maschinen über die vSphere-Clientkonsole von VMware auch tatsächlich wieder herstellen lassen. Für Hochverfügbarkeit virtueller Anwendungen ist Virtual Machine Auto Recovery for VMware zuständig: Die Funktion stellt eine ausgefallene virtuelle Maschine automatisch so wieder her, dass unterbrochene Anwendungsdienste aufgenommen werden, sobald alle Schritte zur Behebung des Fehlers ausgeführt wurden.

Bislang errechneten sich die Kosten von Backup Exec für Firmen abhängig von der Zahl der virtuellen Hosts und der zu sichernden Anwendungen. Mit der als V-Ray Edition bezeichneten Lizenzvariante wird die Kalkulation einfacher, da nur noch die Anzahl der Sockets für den Preis ausschlaggebend ist. In den USA kostet die günstigste Variante der Backup Exec 2012 V-Ray Edition 1700 Dollar pro Prozessor mit maximal sechs Kernen. Preise für Deutschland hat Symantec bisher noch nicht bekannt gegeben. Dedizierte physische Server beziehungsweise Anwendungen darauf lassen sich bei der V-Ray Edition über zusätzlich erwerbbare Agenten sichern.

Die Small Business Edition von Backup Exec (US-Listenpreis 1000 Dollar) richtet sich an stark Microsoft-orientierte Firmen (etwa Nutzer von Microsoft Small Business Server). Diese Lizenzvariante umfasst alle erforderlichen Agenten und Funktionen, um Microsoft-Server und -Anwendungen sowie mit Hyper-V virtualisierte Umgebungen zu sichern. Laut Hersteller sollen kleine Firmen mit der Small Business Edition eine Datensicherung in weniger als zehn Minuten und mit drei Arbeitsschritten einrichten können.

Zudem bietet Symantec die Lösung Backup-Exec.cloud jetzt in Europa an. Sie ist für sehr kleine Firmen ohne eigenes IT-Know-how ausgelegt und ermöglicht es, auch Arbeitsplatzrechner zu sichern. Außerdem kann über ihre Verwaltungskonsole andere Symantec-Software, etwa ein Antivirus-Produkt, auf den gesicherten Computern verwaltet werden.

Themenseiten: Business, Cloud-Computing, Mittelstand, Storage, Symantec, Virtualisation, Virtualisierung

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Symantec erweitert Backup Exec um Funktionen für Cloud und Virtualisierung

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *