Chrome 17 verkürzt Ladezeiten und verbessert Sicherheit

Das neue Release lädt während der Eingabe einer URL in die Omnibox die entsprechende Website im Hintergrund. Zudem prüft Chrome aus dem Internet heruntergeladene ausführbare Dateien. Google stopft auch 20 Löcher in seinem Browser.

Google hat seinen Browser Chrome auf Version 17 aktualisiert. Das neue Release verspricht kürzere Ladezeiten. Zudem wurde die Safe-Browsing-Technologie verbessert, um Nutzer vor schädlichen Downloads zu schützen. Chrome 17 steht für Windows, Mac OS X, Linux und Chrome Frame zum Herunterladen bereit.

Chrome Logo

Laut Software Engineer Noé Lutz wird eine Website im Hintergrund geladen, sobald die Autocomplete-Funktion eine URL bei der Eingabe in die Omnibox erkannt hat. „Sie wird schneller erscheinen – manchmal sogar sofort – sobald Sie die Eingabetaste betätigen“, schreibt er im Google Chrome Blog.

Lutz zufolge gleicht Chrome 17 Downloads nicht mehr nur mit einer Liste bekannter gefährlicher Dateien ab, sondern untersucht auch ausführbare Dateien wie „.exe“ und „.msi“. „Wenn die ausführbare Datei nicht zu einer Whitelist passt, dann sucht Chrome nach weiteren Informationen, wie zum Beispiel, ob die Website, auf die Sie zugreifen, eine große Zahl schädlicher Dateien hostet.“ Chrome warne anschließend vor einer möglichen Gefahr und fordere auf, den Download zu löschen, erklärte Lutz.

Darüber hinaus schließt die neue Version insgesamt 20 Sicherheitslücken. Eine der Schwachstellen bewertet Google als „kritisch“. Ein Angreifer könnte darüber Schadcode einschleusen und die Kontrolle über einen Rechner übernehmen. Unter anderem hat Google Fehler im Umgang mit Cascading Style Sheets (CSS), PDF- und SVG-Dateien behoben.

Den Findern der Schwachstellen zahlt der Internetkonzern insgesamt eine Prämie von 10.500 Dollar. 4500 Dollar gehen an den Sicherheitsforscher Aki Helin von der University of Oulu in Finnland und 3000 Dollar an Arthur Gerkis. Darüber hinaus vergütet Google auch das Finden von Fehlern, die schon bei der Entwicklung von Chrome 17 beseitigt wurden und deshalb nie die Final erreichten. Unter anderem erhielt Aki Helin weitere 3133,70 Dollar, was dem Höchstbetrag entspricht, den Google für einen Bug ausschüttet. Die Höhe der Prämie richtet sich nach der Schwere der gefundenen Anfälligkeit.

Nutzer, die Chrome schon installiert haben, erhalten die Version 17 automatisch. Das Update kann aber auch von der Google-Website heruntergeladen werden.

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Stefan Beiersmann
Autor: Stefan Beiersmann
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