IDC: IT-Ausgaben steigen 2012 um 5 Prozent

Aufstrebende Märkte und eine hohe Nachfrage nach Smartphones, Storage und Software begünstigen das Wachstum. Die Krise in Europa stuft IDC als Risikofaktor ein. 2011 blieben die IT-Ausgaben in Europa auf dem Niveau des Vorjahrs.

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IDC erwartet, dass die IT-Ausgaben 2012 um 5 Prozent zulegen. Einer Analyse der Marktforscher zufolge begünstigen vor allem aufstrebende Märkte, Smartphones, Storage und Software das Wachstum im laufenden Jahr. Die Ausgaben für Hardware und Software sollen um jeweils 6 Prozent zulegen. Bei IT-Services beträgt das voraussichtliche Plus 4 Prozent.

Die Wirtschaftskrise in Europa stuft IDC als möglichen Risikofaktor ein. Schlimmstenfalls werde sie sich auch auf andere Regionen auswirken. „In den USA haben sich wichtige Indikatoren in den vergangenen Monaten verbessert und Entwicklungsländer zeigen bisher keine Anzeichen eines Abschwungs“, wird Stephen Minton, Vizepräsident für Global Technology and Industry Research bei IDC in einer Pressemeldung zitiert.

Die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) sollen 2012 ein zweistelliges Wachstum erzielen. „Die IT-Ausgaben in Brasilien, Russland, Indien und China werden um 9 respektive 11, 16 und 15 Prozent steigen“, so IDC.

Im abgelaufenen Jahr 2011 erhöhten sich die Ausgaben ebenfalls um 5 Prozent. Die wirtschaftliche Situation in Westeuropa belastete das Ergebnis ebenso wie die Lieferengpässe bei Festplatten nach der Flutkatastrophe in Thailand. IDC weist darauf hin, dass die Wachstumsraten auf Basis konstanter Wechselkurse errechnet wurden.

In Europa blieben die IT-Ausgaben 2011 IDC zufolge insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Für PCs, Server, Storage und Netzwerkausrüstung sei jedoch weniger ausgegeben worden als 2010. Europa werde sich nur langsam erholen und 2012 ein Plus von weniger als 1 Prozent erreichen. 2013 soll der Zuwachs 3 Prozent betragen.

2011 erzielten Smartphones (plus 46 Prozent) weltweit das größte Wachstum. Die Budgets für Software und Storage-Systeme stiegen um jeweils 6 Prozent. Unternehmen investierten laut IDC vorrangig in den Ausbau ihrer Infrastruktur sowie in neue Softwareapplikationen und mobile Geräte inklusive Tablets. Diese positiven Trends sollen sich 2012 fortsetzen, wie die Marktforscher festhalten. Zusätzlich würden dieses Jahr aufgrund einer weiteren Zunahme digitaler Informationen die Ausgaben für Netzwerkausrüstung steigen. Für Ende 2012 sagen die Marktforscher der PC-Branche ebenfalls ein Wachstum voraus.

Themenseiten: Business, IDC, Marktforschung, Software, Storage

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