Sony erwartet nach schwachem dritten Quartal Milliardenverlust

Statt mit einem Minus von knapp 900 Millionen Euro rechnet es jetzt mit einem Fehlbetrag von 2,2 Milliarden Euro im Gesamtjahr. Der Quartalsverlust beträgt 1,6 Milliarden Euro. Der Umsatz sinkt um 17,4 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro.

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Sony ist im dritten Quartal (PDF) seines Geschäftsjahrs 2011 nochmals deutlich tiefer in die Verlustzone gerutscht. Nach einem Minus von 27 Milliarden Yen (270 Millionen Euro) im Vorquartal steht nun ein Fehlbetrag von 159 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Euro) zu Buche. Im Vergleichszeitraum des Vorjahrs hatte der japanische Elektronikkonzern noch einen Gewinn von 72,3 Milliarden Yen (722 Milllionen Euro) eingefahren.

Angesichts des schwachen Ergebnisses musste Sony seine Prognose für das Gesamtjahr erneut nach unten korrigieren: Statt mit einem Nettoverlust von 90 Milliarden Yen (899 Millionen Euro) rechnet es jetzt mit einem Minus von 220 Milliarden Yen (2,2 Milliarden Euro). Es wäre der vierte Jahresverlust in Folge. Vor sechs Monaten hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 60 Milliarden Yen (599 Millionen Euro) erwartet.

Analysten waren laut Reuters von einem Netto-Fehlbetrag in Höhe von 133 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro) für das am 31. März endende Fiskaljahr 2011 ausgegangen. Die Sony-Aktie verlor an der Tokioter Börse 2,64 Prozent und notiert aktuell mit 1328 Yen (13,27 Euro). In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier mehr als die Hälfte seines Werts verloren.

Sonys Umsatz ging im dritten Geschäftsquartal gegenüber dem Vorjahr um 17,4 Prozent auf 1822,9 Milliarden Yen (18,2 Milliarden Euro) zurück. Das operative Ergebnis sank im Jahresvergleich von einem Plus von 137,5 Milliarden Yen (1,37 Milliarden Euro) auf ein Minus von 91,7 Milliarden Yen (916 Millionen Euro).

Als Hauptgründe für das schwache Quartalsergebnis führt Sony die Flutkatastrophe in Thailand, eine verschlechterte Marktlage in wirtschaftsstarken Staaten und ungünstige Wechselkurse an. Vor allem das Geschäft mit Fernsehern bereite Probleme. Doch auch die Computer, Spielkonsolen und Mobiltelefone des Konzerns verkaufen sich nicht wie erhofft.

Der gestern zum CEO berufene Kazuo Hirai soll das schlingernde Unternehmen wieder auf Kurs bringen. Der bisherige Chef von Sonys Konsolensparte wird zum 1. April Howard Stringer ablösen – auch als Präsident. Stringer übernimmt ab Juni den Vorsitz des Aufsichtsrats, wenn der derzeitige Vorsitzende Yotaro Kobayashi in Ruhestand geht.

Im dritten Geschäftsquartal 2011 verzeichnete Sony einen Nettoverlust von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro (Bild: Sony).
Im dritten Geschäftsquartal 2011 verzeichnete Sony einen Nettoverlust von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro (Bild: Sony).

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