Nokia: 1,07 Milliarden Euro Verlust trotz Windows Phone

Aus dem operativen Geschäft ergibt sich ein Fehlbetrag von 954 Millionen Euro. Der Umsatz sinkt im vierten Quartal um 21 Prozent auf 10 Milliarden Euro. Die Sparte Dienste und Geräte trug mit 5,997 Milliarden Euro zu den Einnahmen bei.

Im vierten Quartal 2011 (PDF) hat Nokia einen Verlust von 1,076 Milliarden Euro verbucht – trotz solider Verkäufe von Geräten mit Windows Phone 7. Nach eigenen Angaben hat der Hersteller bisher über eine Million Lumia-Smartphones ausgeliefert. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte noch ein Gewinn von 742 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Der Verlust aus dem laufenden Geschäft betrug 954 Millionen Euro gegenüber einem operativen Gewinn von 884 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz belief sich in den Monaten Oktober bis Dezember auf 10 Milliarden Euro im Vergleich zu 12,65 Milliarden im Jahr 2010 (minus 21 Prozent).

Die Sparte Geräte und Dienste trug mit einem Umsatz von 5,997 Milliarden Euro zum Ergebnis bei. Sie schrumpfte allerdings im Jahresvergleich um 29 Prozent (Q4/2010: 8,499 Milliarden Euro). Der operative Gewinn verringerte sich um 81 Prozent von 1,082 Milliarden auf 203 Millionen Euro.

Nokia lieferte im vierten Quartal insgesamt 113,5 Millionen Mobilgeräte aus (minus 8 Prozent): 93,9 Millionen Feature Phones (minus 1 Prozent) und 19,6 Millionen Smartphones (minus 31 Prozent). Der durchschnittliche Verkaufspreis ging im Mittel von 69 auf 53 Euro zurück: Er betrug bei Smartphones 140 statt 154 Euro und bei Feature Phones 32 statt 42 Euro.

Den Umsatz der Sparte Standort und Handel konnte Nokia im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent auf 306 Millionen Euro steigern. Der operative Verlust belief sich auf 1,205 Milliarden Euro bei einer Marge von -393,8 Prozent.

Das Netzwerk-Joint-Venture Nokia Siemens Networks verbuchte operativ einen Gewinn in Höhe von 67 Millionen Euro (Q4/2010: 1 Million Euro). Die Einnahmen sanken hingegen um vier Prozent auf 3,815 Milliarden Euro.

Im Gesamtjahr 2011 büßte Nokia 9 Prozent an Umsatz ein: Er sank von 42,446 auf 38,659 Milliarden Euro. Der operative Verlust lag bei 1,073 Milliarden Euro gegenüber einem Gewinn von 2,07 Milliarden Euro im Jahr 2010. Das entspricht einem Minus von 31 Cent je Aktie (2010: 50 Cent Gewinn). Nach Unternehmensangaben will man dennoch eine Dividende von 20 Cent pro Anteilsschein an seine Aktionäre auszahlen (2010: 40 Cent).

Insgesamt verschiffte Nokia 2011 417,1 Millionen Geräte, 8 Prozent weniger als im Geschäftsjahr 2010. Darunter waren 77,3 Millionen Smartphones und 339,8 Millionen Feature Phones. Der durchschnittliche Verkaufspreis sank im Jahresmittel um 11 Prozent auf 57 Euro: 140 Euro bei Smartphones und 35 Euro bei Feature Phones.

Themenseiten: Business, Handy, Mobile, Nokia, Quartalszahlen, Smartphone

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