Infolytics ermöglicht Datenbank-Fernüberwachung für SAP-Administratoren

Ein Backend-Werkzeug von Mobile DB Monitor generiert HTML-5-Seiten. Diese lassen sich in Firefox oder Chrome anzeigen - auch von außerhalb der Firewall. Das erste Release unterstützt SAP MaxDB. Weitere Datenbanken sollen folgen.

Die Infolytics AG aus Köln hat ihre Lösung Mobile DB Monitor zum kostenlosen Download bereitgestellt. Das mobile Überwachungstool richtet sich an Administratoren von SAP-Systemen. Es kann mit Smartphone oder Tablet auch außerhalb der Firewall genutzt werden. Dazu ist auf dem Endgerät ein HTML-5-fähiger Browser nötig – etwa Apples Safari oder Googles Chrome. Eine App muss nicht installiert werden.

Als zweite Komponente dient im Backend ein sogenannter Sensor, der mittels Polling in konfigurierbaren Abständen Zustandsinformationen abfragt. Er bereitet die gesammelten Daten zu Reports auf und stellt diese in Form von HTML-5-Seiten bereit. Beim Datensammeln bedient sich Infolytics Mobile DB Monitor nicht nur eigener Methoden, sondern wertet auch Zustandsreports der Datenbanksysteme aus – für die SAP-eigene Datenbank beispielsweise die Informationen von SAP MaxDB Database Analyzer.

Der Monitor überwacht den Online-Status von Datenbanken, die Füllgrade ihrer Daten- und Logfiles, die Prozessor- und Hauptspeicherauslastung der Server sowie weitere relevante Kenngrößen. Zustandsbalken markieren in Ampelfarben, wie weit Schwellenwerte erreicht sind. Geht eine Datenbankinstanz in den Zustand „offline“ oder wird ein kritischer Schwellenwert überschritten, signalisiert der Mobile DB Monitor dies und warnt den Administrator per E-Mail- oder Twitter-Nachricht.

Die serverzentrierte Architektur bietet Infolytics zufolge ein hohes Maß an Sicherheit. Da der Browser lediglich Informationen vom Web-Service abrufe, gebe es keinerlei Möglichkeit, auf die dahinterliegenden Systeme zuzugreifen.

Das erste Release unterstützt SAP MaxDB. Weitere Versionen für die Datenbanksysteme Oracle, IBM DB2, Microsoft SQL Server sowie die In-Memory-Datenbank SAP HANA sind geplant. Der Sensor läuft auf allen von SAP unterstützten Plattformen; Mindestanforderung an SAP MaxDB ist der Release-Level 7.6. Darüber hinaus ist die Sensor-Architektur laut Hersteller auch für die Überwachung anderer Softwaresysteme ausgelegt. Neue Sensoren lassen sich mit geringem Entwicklungsaufwand als Plug-ins implementieren.

Infolytics Mobile DB Monitor wird von SAP auf den DSAG-Technologietagen in Nürnberg am 22. und 23. Februar 2012 im Rahmen des Arbeitskreises MaxDB präsentiert.

Funktionsdiagramm von Mobile DB Monitor (Bild: Infolytics)
Funktionsdiagramm von Mobile DB Monitor (Bild: Infolytics)

Themenseiten: HTML 5, Infolytics, Mobil, Mobile, Networking, Netzwerk, SAP, Server, Servers, Software

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1 Kommentar zu Infolytics ermöglicht Datenbank-Fernüberwachung für SAP-Administratoren

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  • Am 26. Januar 2012 um 8:21 von Josef

    Beliebige Datenbanken = SAP MaxDB ab Version 7.6?
    Der Artikel ist insofern interessant, als ich das Tool bisher noch nicht kannte und es angeblich kostenlos ist.
    Allerdings werde ich diesen Umstand wohl erst überprüfen müssen, da der Artikel schon auf den ersten Blick Unstimmigkeiten aufweist. Zuerst wird behauptet, dass alle beliebigen Datenbanken unterstützt werden. Anschließend wird als Mindestanforderung SAP MaxDB 7.6 genannt und erklärt, dass außer MaxDB derzeit keine weiteren Datenbanksysteme unterstützt werden.
    Dann ist die Rede von HTML5 fähigen Browsern, was in sich schon Unsinn ist, da es noch keinen HTML5 Standard gibt und daher offensichtlich auch noch keine derzeit verfügbaren Browser diesem Standard entsprechen.

    Na ja, aber wie gesagt: Interessant, dass es das Tool gibt! :-)

    Anm. d. Red.: Von „alle beliebigen“ ist keine Rede. Die Unterstützung für weitere Datenbanken liegt in der Zukunft. Zum Start wird nur MaxDB unterstützt.

    HTML5 ist nicht final, aber dennoch unterstützen diverse Browser heute schon den aktuellen Stand. Wenn Sie beispielsweise lieber Apple als uns glauben, besuchen Sie doch mal http://www.apple.com/html5/ und seien Sie mit dem Wort „Unsinn“ etwas vorsichtiger – viele Grüße!

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