Micron kauft PCIe-Virtualisierungsspezialisten Virtensys

Es geht darum, SSDs und auch I/O-Karten in einem Rack zusammenzuführen. Im Rahmen eines virtualisierten Rechenzentrums stehen sie dennoch allen Servern zur Verfügung. Micron selbst produziert Enterprise-Class-SSDs.

Micron kauft den britischen PCI-Express-Spezialisten Virtensys. Das hat dessen CEO John Nicholson ZDNet Großbritannien berichtet. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht.

Das britische Büro in Manchester werde erhalten bleiben, während man die Übernahme wie geplant bis Monatsende abschließen wolle. Nicholson: „Die Technik von Virtensys, die von zahlreichen Patenten unterfüttert ist, beschäftigt sich mit für mehrere Server verfügbaren PCIe-Geräten.“

Konsolidierung von PCIe-Geräten (Bild: Virtensys)
Konsolidierung von PCIe-Geräten (Bild: Virtensys)

Hauptsächlich geht es um SSDs, RAID-Controller, SSD-Adapter, 10-Gigabit-Ethernet-Karten oder Host Bus Adapter. Sie sollen in virtualisierten Umgebungen für beliebige Server verfügbar gemacht werden. Die Server würden dadurch effizienter, sagt Nicholson. Es vereinfacht auch die Verwaltung von Input-Output-Komponenten (I/O) von Servern, indem diese in einer einzelnen PCIe Sharing Appliance zusammengefasst werden.

Die Pressemeldung von Speicherspezialist Micron zitiert dessen leitenden Architekten für Speichersysteme, Edward Doller: „Die PCIe-Sharing-Technik von Virtensys hat dabei geholfen, die Verwaltung und die Einrichtung von virtualisierten I/O-Ressourcen im Rechenzentrum zu verändern, und Microns PCIe-Laufwerke für Unternehmen liefern die höchste Geschwindigkeit auf dem Markt, Zuverlässigkeit und Stromeffizienz. Diese Vereinbarung ermöglicht eine Kombination aus Lösungen für Firmen, die mit virtualisierten SSDs den Weg hin zu einem flexibleren und dynamischeren Rechenzentrum gehen wollen.“

Nicholson stellt schon bald eine Roadmap in Aussicht. PCIe werde „noch lange Zeit“ als Industriestandard für Server gelten.

Micron sitzt in Boise im US-Staat Idaho. Es stellt zahlreiche Produkte her, die sich über PCIe mit Servern verbinden. Mit der Technik von Virtensys lassen sie sich in einem Gehäuse zusammenführen und für alle Server eines Rechenzentrums oder einfachen Serverraums freigeben.

Über PCIe angebundener Flash-Speicher, also SSDs wie die von Micron, gilt als einfacher und schneller Weg, Server auszubauen. Auch große Web-Firmen wie Apple oder Facebook nutzen diese Möglichkeit. Als marktführend in diesem Segment werden Fusion-io und OCZ angesehen, obwohl Micron im Juni eine PCI-Speicherkarte vorgestellt hatte. Mit der Übernahme von Virtensys will es sich in diesem Wachstumsmarkt offenbar besser positionieren.

Themenseiten: Business, Micron, Rechenzentrum, SSD, Server, Servers, Storage, Virtualisation, Virtualisierung, Übernahmen

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