XPS 13: erster Eindruck von Dells Ultrabook

Mit dem XPS 13 hat Dell sein erstes Ultrabook vorgestellt. Der Deckel des 13,3-Zoll-Geräts ist aus Aluminium gefertigt, die Basiseinheit aus Kohlefaser. ZDNet hat sich ein Vorseriengerät angesehen.

Bis jetzt gehörte Dell zu den PC-Herstellern, die beim Thema Ultrabook noch nichts beizusteuern hatten. Mit dem XPS 13 stellen die Texaner nun einen flachen 13,3-Zöller vor. ZDNet konnte einen Blick auf ein Vorseriengerät werfen.

Stärken

Mit einem Gewicht von 1,36 Kilo und einer Bauhöhe von 6 bis 18 Millimetern kann das Dell XPS 13 keine Bestmarken setzen. Es gibt einige Geräte, die noch etwas flacher und leichter sind. Der Screen ist von einer Scheibe aus Gorillaglas abgedeckt, die bis zu den Ecken weitergezogen ist und somit auch den Rahmen abdeckt. Manche Hersteller sprechen bei dieser Umsetzung von einem rahmenlosen Display, was letztlich aber nur ein Marketinggag ist.

Der Deckel des XPS 13 ist aus einem Stück Aluminium gefertigt. Es fühlt sich sehr stabil an. Die Baseunit besteht aus einem Karbonfaserverbund, das beim Anfassen überraschenderweise ein wenig kälter wirkt.

Erfreulicherweise verfügt das Dell über eine hintergrundbeleuchtete Chiclet-Tastatur, das heißt die Tasten haben einen kleinen Abstand zueinander. Das Design der Tastatur erinnert an andere XPS-Laptops.

Als erstes Ultrabook kommt das XPS 13 mit Intels Smart-Connect-Technologie: Ein Softwareagent weckt das Gerät in bestimmten Zeitabständen für ein paar Sekunden auf. In dieser Zeit können etwa das E-Mail-Programm oder der RSS-Reader Informationen aus dem Internet herunterladen. Wenn man das Gerät nutzt, sind alle Infos einigermaßen aktuell und man muss nicht lange auch die Synchronisierung warten.

Mit dem XPS 13 zielt Dell auf nicht nur auf Heimanwender, sondern will Dell mit speziellen Optionen auch Unternehmen ansprechen. Dazu gehören ein TPM-Chip, das Aufspielen zugelieferter OS-Images und eine vereinfachte Inventarisierung.

Der fest verbaute Akku mit 47 Wattstunden Kapazität soll 9 Stunden halten. Ob das zutrifft, muss sich im Test erst noch zeigen. Erfahrungen mit anderen Ultrabooks lassen 6 Stunden wahrscheinlicher erscheinen.

Schwächen

Manchem mag das Dell mit seinen abgerundeten Ecken ein wenig zu langweilig sein. Aber Schönheit entsteht ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Dank des zurückhaltenden Designs kann man es getrost im Business-Umfeld nutzen.

Mit 1366 mal 768 Pixel hat der Screen eine nur durchschnittliche Auflösung. Das geht zwar in Ordnung, das Zenbook von Asus jedoch schafft 1600 mal 900 Pixel. Nach den Plänen von Intel soll das Thema Ultrabooks mit hochauflösunden Screens verbunden sein, die Powerpoints in ein fertiges Produkt umgesetzt hat bislang aber nur Asus. Immerhin ist das Display des Dell mit 300 Candela pro Quadratmeter sehr hell.

Leider hat das Dell keinen SD-Kartenleser. Anstatt HDMI bietet das XPS 13 den deutlich weniger verbreiteten Mini Displayport. Ein Adapter liegt jedoch bei.

Zwar soll das Ultrabook auch bei Unternehmen Anklang finden, abgesehen von den genannten Optionen hat es aber für diese Zielgruppe wenig zu bieten: Der Screen ist nicht entspiegelt und es gibt weder Docking-Unterstützung noch einen Ethernet-Port. Ein USB-Ethernet-Adapter ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Ausblick

Die Spezifikationen des XPS 13 unterscheiden sich kaum von der Konkurrenz: Angetrieben wird das Dell-Ultrabook von Intels Core-i-Prozessoren. Es steht entweder ein Core i5 2467M (1,6 GHz) oder ein Core i7 2637M (1,7 GHz) zur Auswahl. Als Grafiklösung kommt die auf der CPU integrierte HD 3000 zum Einsatz. Zudem sind 4 GByte DDR3-Speicher verbaut. Beim internen Speicher handelt es sich wahlweise um eine 128 oder 256 GByte große SSD.

Hervorzuheben sind die hintergrundbeleuchtete Tastatur sowie das Smart-Connect-Feature. Der Erfolg des Geräts wird sehr davon abhängen, für welchen Preis es hierzulande im März auf den Markt kommen wird. Noch gibt es dazu keine genauen Informationen.

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