Hinter Duqu stecken dieselben Hacker wie hinter Stuxnet

Das geht aus einer jetzt auf Deutsch verfügbaren Analyse von Kaspersky Labs hervor. Die Sicherheitsexperten beweisen darin, was seit längerem vermutet wurde. Beide Schädlinge wurden mit Hilfe einer Plattform erstellt: Tilded.

Evolution der Stuxnet/Duqu-Treiber (Bild: Kaspersky)
Evolution der Stuxnet/Duqu-Treiber (Bild: Kaspersky)

Kaspersky Lab hat Beweise für eine Vermutung gefunden, die seit einiger Zeit im Raum stand: Die Trojaner Duqu und Stuxnet stammen aus der Feder der gleichen Hacker. Demnach wurde für beide Schädlinge dieselbe Plattform verwendet.

Den Sicherheitsexperten zufolge diente Tilded als Basis für die Malware. Die Plattform soll sich je nach Bedarf anpassen lassen. Ihre Ergebnisse haben die Forscher in ihrer Analyse „Stuxnet/Duqu: Evolution der Treiber“ zusammengefasst, die nun erstmals auf Deutsch vorliegt.

Kaspersky macht seine Argumentationslinie das an der Entwicklung von Treiberfamilien fest. Tilded sei offenbar im Zeitraum Ende 2007 oder Anfang 2008 entstanden. Im Jahr 2010 hatte das Hacker-Team die Plattform noch einmal grundlegend überarbeitet.

Das geschah offenbar zum einen, um neuen Code zu entwickeln, und zum andern, um den neuen Schädling für Antiviren-Programme unsichtbar zu machen. Die Cyberkriminellen haben insgesamt sieben neue Treiber-Familien entwickelt, die dafür zuständig sind, die einzelnen Programmkomponenten nachzuladen.

Themenseiten: Hacker, Kaspersky, Studie

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