Banken starten gemeinsames NFC-Projekt „Girogo“ in Niedersachsen

Ab April lassen sich mit dem Chip Beträge bis 20 Euro begleichen. Die Handelsketten AppelrathCüpper, Christ, Edeka, Esso, Douglas, Hussel und Thalia nehmen teil. Die Banken verdienen pro Transaktion 1 bis 3 Cent.

Die Deutsche Kreditwirtschaft startet im April im Großraum Hannover sowie in den Städten Braunschweig und Wolfsburg ein NFC-Pilotprojekt unter dem Namen „Girogo“. In seinem Rahmen werden etwa 1,3 Millionen EC-Karten mit der Technik ausgestattet. Die Nutzer können damit im teilnehmenden Einzelhandel und an Tankstellen bis 20 Euro kontaktlos über den Prepaid-Chip auf ihrer Karte an der Kasse bezahlen.

Logo Girogo

Die Deutsche Kreditwirtschaft ist ein Zusammenschluss des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, des Bundesverbandes deutscher Banken, des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken. „Mit der Girogo-Funktion erweitern wir die Kartenzahlung mit Girocard um eine Option im Kleingeldbereich“, sagt Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). „Die Prepaid-Anwendung auf dem ‚GeldKarte‘-Chip ist dabei der erste Schritt.“

Auf mittlere Sicht strebe die Kreditwirtschaft an, das kontaktlose Bezahlen auch für die Electronic-Cash-Funktion der Girocard zu realisieren. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verdienen die Banken an jedem Bezahlvorgang 1 bis 3 Cent.

Zu den teilnehmenden Händlern gehören Edeka, die Esso-Tankstellen, die Parfümkette Douglas sowie die Filialen von Thalia, Christ, AppelrathCüpper und Hussel. Edeka Minden-Hannover wird in der Region Hannover, Braunschweig und Wolfsburg im ersten Schritt mit 100 Märkten am Projekt teilnehmen. Sukzessive will Edeka weitere Märkte in der Region aufschalten; bis Ende Mai 2012 werden es 250 sein.

Girogo bietet für den Handel Vorteile: Die Zahlungen werden nach Einreichung sofort auf dem Händlerkonto gutgeschrieben. Weitere Vorteile aus Händlersicht sind ein reduziertes Kleingeldaufkommen und geringere Ausgaben für das Bargeldhandling.

Über die Infrastruktur der Deutschen Kreditwirtschaft kann die Prepaid-Anwendung bundesweit geladen werden. An allen deutschen Geldautomaten, an speziellen Ladeterminals oder im Internet mit einem Chipkartenleser (erhältlich bei Banken und Sparkassen) ist das Laden bis zu einem Gesamtguthaben von 200 Euro möglich.

Die Sparkassen bieten auch Lademöglichkeiten im Handel an: Eine Sparkassen-Card mit Girogo kann bei ausgewählten Einzelhändlern mit Eingabe der PIN aufgeladen werden. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, ein Abonnement abzuschließen: Jedes Mal, wenn das Guthaben auf der Karte beim Bezahlen unter einen bestimmen Betrag sinkt, wird automatisch eine festgelegte Summe aufgeladen.

Themenseiten: Business, E-Commerce, Mobil, Mobile, NFC

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