Microsoft warnt vor sinkenden PC-Verkaufszahlen

Sie sollen niedriger ausfallen als die letzten Prognosen von Marktforschern. Grund dafür sind die HDD-Lieferengpässe nach der Flut in Thailand. Die Zahlen für das abgelaufene Dezemberquartal legt Microsoft am 19. Januar vor.

Microsoft geht davon aus, dass der PC-Markt im vierten Quartal stärker schrumpfen wird als bisher angenommen. Schuld daran seien die Lieferengpässe bei Festplatten aufgrund der Hochwasserkatastrophe in Thailand. Laut Prognosen der Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC vom Dezember liegen die Verkaufszahlen im Schlussquartal 2011 ein Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

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„Wir werden sehen, dass die Zahl weiter zurückgeht, da sich die Folgen der Flut in Thailand stärker auswirken als erwartet“, sagte Bill Koefoed, General Manager des Bereichs Investor Relations bei Microsoft, zu Analysten auf dem JP Morgan Tech Forum. „Die Lieferkette erholt sich schneller als erwartet, aber es hat Auswirkungen auf den PC-Markt.“

Generell sieht der Softwarekonzern eine Verbindung zwischen der Entwicklung des PC-Markts und dem Wachstum seiner Windows-Sparte. Die Zahlen für das abgelaufene zweite Fiskalquartal, das die Monate Oktober bis Dezember umfasst, wird Microsoft am 19. Januar vorlegen.

Microsoft-Vertreter wiederholten auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, dass man bisher 500 Millionen Kopien von Windows 7 verkauft habe. Laut Tami Reller, CFO und Chief Marketing Officer der Windows-Sparte, hat ein Drittel der Unternehmenskunden die Umstellung von Windows XP auf Windows 7 abgeschlossen. Zudem hätten sich 90 Prozent der Großkonzerne definitiv dafür entschieden, Windows 7 einzuführen. Windows 8 werde in dem Bewusstsein entwickelt, dass Firmen in der nächsten Zeit gemischte Umgebungen mit Windows 7 und Windows 8 einsetzten.

Weder Koefoed noch Reller machten Angaben zu einem möglichen Erscheinungstermin von Windows 8. Auch geizen Microsoft und seine OEM-Partner mit Informationen über die kommende Generation von ARM-basierten Windows-8-PCs und -Tablets. Auf der CES zeigten Hersteller lediglich zahlreiche Ultrabooks, die auch kompatibel zu Windows 8 sind. Dazu gehören Dells erstes Ultrabook XPS 13, das im Frühjahr erhältlich sein soll, und Lenovos IdeaPad Yoga, das für das zweite Halbjahr angekündigt wurde.

Themenseiten: Business, Marktforschung, Microsoft, Windows

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