China weitet Mikroblog-Registrierungspflicht aus

Bisher war sie nur für Peking in Kraft. Dort soll jeder binnen drei Monaten seinen Klarnamen bei einem staatlichen Büro hinterlegen. Allerdings gilt die Regelung in Guangzhong und Shenzhen nur für Neuanmeldungen.

Die vergangene Woche in Peking eingeführte Registrierungspflicht für Mikroblogger wurde jetzt auf andere Landesteile ausgeweitet. Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge haben sich die Städte Guangzhong und Shenzhen angeschlossen.

China

Dort gilt allerdings, dass nur jene Nutzer – egal ob Firmen oder Einzelpersonen – sich bei den Behörden registrieren müssen, die sich neu für einen Mikroblog anmelden – während in Peking jeder seinen Namen binnen drei Monaten bekannt machen muss. An allen Orten gilt: Ihr Benutzername ist den Anwendern freigestellt, solange die zuständige Behörde weiß, wer sich dahinter verbirgt.

Der Meldung zufolge sind sieben Dienste von der Ausweitung der Regel betroffen. Ausdrücklich wird nur Tencent als Mikroblog-Anbieter genannt. Der bekannteste westliche Dienst dieser Art, Twitter, ist in China verboten. Ziel der Maßnahme ist es laut Xinhua, die Internetkultur zu fördern und Soziale Netzwerke in die richtige Richtung zu lenken.

Einem Bericht von Reuters zufolge gibt es in China 300 Millionen Mikroblogger. Diese Zahl hatte Twitter weltweit erst im Mai 2011 erreicht, wie Mediabistro.com damals meldete. Tong Liqiang vom Internet Information Office in Peking spricht sogar von 600 Millionen Mikroblog-Nutzern in China.

Eine ähnliche Registrierungspflicht gibt es dort seit 2010 für Prepaid-Handykarten. Und bei den kostenlosen Hotspots, die Peking für seine Bürger einrichtet, muss man sich per Handy anmelden.

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