USA wollen somalische Terroristen von Twitter ausschließen

Die militante Organisation Shabab provoziert auf Twitter unter anderem die kenianische Armee. Ihre Tweets sind in englischer Sprache gehalten. Angeblich haben sie in den USA schon Selbstmordattentäter rekrutiert.

US-Behörden – darunter das Außenministerium – suchen nach legalen Wegen, die Twitter-Nutzung der militanten Gruppierung Shabab aus Somalia zu verhindern. Die New York Times berichtet, Sprecher hätten eine „enge“ Zusammenarbeit mit dem Mikrobloggingdienst angekündigt.

Twitter: Folge deinen Interessen

Die Islamistengruppe nutzt den Dienst, um die kenianische Armee zu provozieren. „Ihr unerfahrenen Jungs flieht vor Konfrontationen und schreckt vor dem Angesicht des Todes zurück“, heißt es beispielsweise. Die Tweets sind in englischer Sprache gehalten und offenbar für ein größeres Publikum bestimmt.

Den US-Behörden zufolge könnten die Shabab versuchen, über Twitter Unterstützung im Westen zu gewinnen. Ihrem Konto unter HSMPress folgen rund 4600 Anwender.

Das US-Außenministerium hatte die Organisation schon 2008 als globale Terroreinheit eingestuft. Sie habe Al Quaida Gefolgschaft geschworen. Laut der New York Times sind die Shabab dafür bekannt, dass sie die Bevölkerung aushungern und ihren Opfern die Hände abhacken. Dennoch seien mehrere Fälle von Amerikanern bekannt, die sich den Shabab als Selbstmord-Attentäter zur Verfügung gestellt hätten.

Twitter sitzt in San Francisco. Es hat derzeit rund 100 Millionen User. Gegenüber der New York Times wollte es keine Stellungnahme abgeben. Es ist bisher völlig unklar, auf welcher gesetzlichen und technischen Grundlage die USA die Terroristen von Twitter entfernen wollen.

Themenseiten: Internet, Networking, Soziale Netze, Twitter, Zensur

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1 Kommentar zu USA wollen somalische Terroristen von Twitter ausschließen

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  • Am 20. Dezember 2011 um 21:38 von Rosi

    Somalia
    Na ja, da habne dann die US-Militärs wenigstens eine Ersatzbefriedigung: Nachdem sie das Land nach dem Sturz des zuletzt von der USA unterstützten Potentaten Siad Barre nach ihrem "Friedenseinsatz" 1993 völlig zerrüttet zurückgelassen haben (man könnte auch sagen geflüchtet sind) und es nicht schaffen, mit ein paar mit Handfeuerwaffen bewaffneten Piraten in Motorbooten zurechtzukommen, schalten sie ihnen eben den Twitter-Account ab. Ein Schlag in die häßliche Fresse des weltweiten Terrorismus. Die werden sich ärgern …

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