Sandisk Ultra 64GB: günstige SSD im Test

Sandisk bietet mit der Ultra-Serie in Größen von 60, 120 und 240 günstige Lösungen für den Einstieg in die SSD-Welt. Obwohl die SATA-II-Modelle nicht mit den neuesten Varianten mit 6 GBit/s-Schnittstelle mithalten können, erreichen sie akzeptable Leistungswerte.

Sandisk stattet die Modelle der Ultra-Serie (60, 120 und 240 GByte) mit dem Sandforce-Controller SF-1200 aus, der lediglich eine SATA-II-Schnittstelle mit 3 GBit/s bietet. Somit sind die SSDs eher für Upgrades älterer Notebooks oder PCs geeignet, die noch nicht über ein SATA-III-Anschluss mit 6 GBit/s verfügen. Im Vergleich zu High-End-SSDs sind die Sandisk-Modelle günstiger zu haben. Die 60-GByte-Variante kostet 89 Euro, das 120-GByte-Modell 170 Euro und mit 240 GByte Kapazität ist die Sandisk Ultra für 240 Euro erhältlich. Im direkten Vergleich zur sehr beliebten Crucial M4 spart der Kunde 10, 40 und 80 Euro. Die Garantie beträgt die branchenüblichen drei Jahre und die MTBF liegt bei 1.000.000 Stunden.

Obwohl der verwendete Sandforce-Controller keine zur Steigerung der Performance wichtige Cache-Anbindung kennt, können sich die gebotenen Lese- und Schreib-Leistungen durchaus sehen lassen. Dafür sorgt die mit “DuraWrite” bezeichnete Technik, die sämtliche Daten vor dem Beschreiben komprimiert. Zudem beherrscht die Lösung Native Command Queeing und TRIM-Support. Beides Features, die für die Performance wichtig aber leider noch immer nicht selbstverständlich sind.

Für die Leistungsermittlung führt ZDNet Tests mit den Benchmarks CrystalDiskMark und PC Mark 7 durch. Ersterer ermittelt mithilfe von synthetischen Tests die Performance der SSD. Hierfür führt das Tool sequentielle Lese- und Schreibtests durch. Wichtiger ist allerdings die Performance von zufälligen Schreib/Lese-Operationen, die das Tool auf Basis von 4K und 512K großen Blöcken ermittelt. Abgerundet wird der Test durch die Lese-und Schreiboperationen von 4K-Blöcken, die auf 32 Threads verteilt sind (typischer Start eines Programms). Der PC Mark 7 spiegelt die in der Praxis erwartbaren Leistungen wieder. Hierfür werden typische in Windows integrierte Dateioperationen genutzt.

Anhand der Testergebnisse sieht man die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Kontrahenten. Die M4 von Crucial arbeitet mit Cache und ist mit einem 6 GBit/s schnellen Interface an das System gekoppelt. In den synthetischen Tests des CrystalDiskMark liefert sie deutlich höhere Leistungswerte als die Sandisk Ultra. In dem näher an der Praxis orientierten PC Mark 7 ist der Vorsprung der Crucial M4 allerdings nicht so groß. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Festplatte bietet auch die Sandisk eine klare Performanceverbesserung.

Crystal DiskMark 3.0.1 (64-Bit)

Lesen (MByte/s) Sandisk Ultra 60GB Crucial M4 256GB
Sequentiell 199,9 513,6
512K 193,3 414,8
4K 17,92 24,18
4K-64 Thread 83,45 193,5
Schreiben (MByte/s) Sandisk Ultra 60GB Crucial M4 256GB
Sequentiell 56,77 221,1
512K 56,61 220,2
4K 53,63 117,6
4K-64 Thread 54,79 224,1

Gegenüber herkömmlichen Festplatten bieten SSDs deutliche Performancevorteile.
Gegenüber herkömmlichen Festplatten bieten SSDs deutliche Performancevorteile.

Fazit

Die Sandisk Ultra kann zwar nicht mit den neuesten SSDs mit SATA-III-Interface und moderner Controller-Technik mithalten, bietet aber trotzdem eine ansehnliche Performance. Während der Preisvorteil in der geringsten Größe von 60 GByte gegenüber der M4 von Crucial nur 10 Euro beträgt, wächst dieser auf 40 respektive 80 Euro für die 120 beziehungsweise 240-GByte-Variante. Für Systeme mit älterer SATA-II-Schnittstelle, die die volle Leistung moderner SSDs nicht ausreizen können, ist die Sandisk daher eine gute Wahl.

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