Facebook-Mitarbeiter sollen am neuen Firmensitz mit „Facebucks“ zahlen

So will man die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region San Mateo County klären. Facebooks künftiger Firmensitz hat die Adresse 1 Hacker Way in der Stadt Menlo Park. Allein Veranstaltungen machen 14.000 Hotelübernachtungen nötig.

Facebook plant eine weitere Währung neben Credits. „Facebucks“ sind Kreditkarten, mit denen die Mitarbeiter bei Restaurants, Buchläden und anderen Geschäften in der Nähe des Firmensitzes bezahlen können. Letzten Monat hat ein Test mit 50 Personen stattgefunden, wie Almanac News schreibt.

Konzeptzeichnung des neuen Facebook-Hauptquartiers auf dem ehemaligen Sun-Campus in Menlo Park (Bild: Facebook)
Konzeptzeichnung des neuen Facebook-Hauptquartiers auf dem ehemaligen Sun-Campus in Menlo Park (Bild: Facebook)

„Facebucks“ leiten sich von „buck“ ab, einem informellen Ausdruck für „Dollar“. Die Zahlungsart dient vor allem einer Studie: Die Firma Brion & Associates soll im Auftrag des Social Network klären, welche Auswirkung der Umzug an einen neuen Standort hat und wie viel Umsatz dies den Geschäften vor Ort beschert. Facebooks künftiger Firmensitz hat die Adresse 1 Hacker Way in der Stadt Menlo Park, Bezirk San Mateo County, Kalifornien, USA.

Leiterin des Projekts ist Joanne Brion. Sie hat Facebooks Rolle als „wirtschaftlicher Multiplikator“ analysiert und dazu zunächst dessen Daten für das Jahr 2009 als Grundlage genommen. Ihre Vorhersage ist es nun, dass im Lauf der nächsten vier Jahre 2441 neue Stellen im Bauwesen durch die Expansion des Social Network entstehen. Sie sorgen für einen Umsatz von 366 Millionen Dollar, wovon 250 Millionen direkt für den Bau ausgegeben werden. „Eine Besonderheit von Facebook ist die große Zahl von Veranstaltungen, die sie abhalten“, sagte sie Almanac News. „Dies erzeugt beträchtliche Nachfrage nach Unterkünften. Wir schätzen zusammen mit dem Personal ab, wie oft das ist, wie lange Besucher bleiben und wie viele kommen.“

Der Studie zufolge fallen insgesamt jährlich 14.000 Hotelübernachtungen durch Facebook an, die für 1,95 Millionen Dollar Umsatz in der Stadt Menlo Park und 3 Millionen im Bezirk sorgen. Daraus resultieren 300.000 Dollar Steuern jährlich. Kunden und Zulieferer von Facebook seien noch gar nicht enthalten, da es dazu keine Aufzeichnungen gebe.

Die Ausgaben im Einzelhandel sollen nach Brions Schätzungen durch den Zuzug von Facebook um 28,9 Millionen Dollar jährlich steigen. Das würde zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen in Höhe von 293.000 Dollar bedeuten. Eine Überprüfung dieser Schätzung soll nun das Experiment mit Facebucks bringen.

Themenseiten: Business, Facebook, Marktforschung, Networking, Soziale Netze

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