Europäische SAP-Experten erhalten 2011 die niedrigsten Gehaltserhöhungen

Sie verdienen ohnehin 25 Prozent weniger als ihre US-Kollegen. Experten bei Anwenderfirmen sind tendenziell schlechter gestellt als bei SAP-Partnern. Die größten Herausforderungen sind schrumpfende Budgets und höherer interner Wettbewerb.

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Europäische SAP-Experten konnten sich 2011 seltener über Gehaltserhöhungen freuen als ihre Kollegen in anderen Kontinenten – und wenn, fielen sie geringer aus. Das geht aus einer Umfrage der Firma Panaya, einem Spezialisten für ERP-Tests und -Aktualisierungen, unter weltweit gut 800 SAP-Experten vom November hervor. Bei 57 Prozent der in Europa beschäftigten SAP-Profis wurde 2011 die Bezahlung angehoben. In Nordamerika bekamen 61 Prozent mehr Geld, in Asien 66 Prozent, in Lateinamerika 67 Prozent und in Afrika 76 Prozent.

In Europa erhielten lediglich acht Prozent der SAP-Spezialisten Gehaltserhöhungen von mehr als zehn Prozent. In Nordamerika berichten elf Prozent von einem Lohnzuwachs in mindestens dieser Höhe; in Lateinamerika und in Asien jeweils knapp über 20 Prozent. Damit erweitert sich die bereits vorhandene Kluft noch: Das Durchschnittsgehalt nordamerikanischer SAP-Spezialisten liegt ohnehin schon 25 Prozent über dem in Europa.

Nach Angaben der Befragten setzt sich jedoch der Trend der vergangenen Jahre, bei weniger Gehalt zusätzliche Aufgaben und Verantwortung übernehmen zu müssen, nicht fort. Die beiden in der Studie meistgenannten Herausforderungen am Arbeitsplatz sind 2011 schrumpfende Budgets (55 Prozent) und höherer interner Wettbewerb um bestimmte Positionen im Unternehmen (48 Prozent).

Laut der Umfrage verdienen SAP-Spezialisten in den Branchen Luftfahrt & Verteidigung, Gesundheitswesen, Professional Services und Finanzdienstleistungen im Durchschnitt am meisten. Die niedrigsten Durchschnittsgehälter erhalten ihre Kollegen im öffentlichen Sektor und im Bildungswesen, im Einzelhandel sowie in der Kommunikationsbranche.

Außerdem haben Spezialisten, die bei SAP-Partnern und- Integratoren arbeiten, tendenziell etwas mehr (4 Prozent) in der Lohntüte als solche, die bei SAP-Anwenderunternehmen beschäftigt sind. Gehaltsunterschiede lassen sich auch an der Firmengröße festmachen: Bei Anwenderunternehmen verdienen Experten in Firmen mit 50 bis 100 SAP-Professionals am besten. Die Gehälter bei Partnern und Integratoren sind in Unternehmen mit weniger als zehn Kollegen am höchsten.

Eine erhebliche Rolle bei der Vergütung spielt auch der höchste erreichte Abschluss: Die Teilnehmer an der Studie mit einem Master-Abschluss verdienten durchschnittlich 18 Prozent mehr als SAP-Experten mit lediglich Abitur. Promovierte erhalten im Durchschnitt 53 Prozent höhere Gehälter als SAP-Spezialisten mit reinem Hochschulabschluss. Die gesamte Studie steht bei Angabe von Kontakdtaten kostenfreien zum Download bereit.

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