Neuerliche Verhaftung im Abhörskandal um News International

"Operation Tuleta" der Metropolitan Police beschäftigt sich mit im Auftrag von Medien eingesetzten Trojanern. Der 57-jährige Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Er soll gegen den Computer Misuse Act verstoßen haben.

Die Londoner Metropolitan Police hat im Rahmen von „Operation Tuleta“ einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Diese Einheit beschäftigt sich – zusammen mit „Operation Weeting“ – mit dem Abhörskandal um News International. Sie deckt computergestützte Übergriffe im Auftrag von Medien ab – etwa auf Postfächer und Dateien von Stars und Politikern.

Dem verhafteten 52-Jährigen wird ein Verstoß gegen den Computer Misuse Act vorgeworfen. Er befindet sich auf der Wache der Thames Valley Police in Milton Keynes in Untersuchungshaft.

Dem früheren Premierminister Gordon Brown zufolge haben Journalisten im Auftrag des Murdoch-Verlags News International Trojaner genutzt, um ihre Opfer auszuspionieren. Zunächst hatte sich der Fall ausschließlich um die inzwischen eingestellte Boulevardzeitung News of the World gedreht, später wurde auch die New York Post in den Skandal verwickelt.

Die heutige Festnahme ist mindestens die zwölfte in dem Fall. Zu den bisher Verhafteten zählen Rebekah Brooks, frühere Chefin von News International, und Andy Coulson, ehemaliger Chefredakteur von News of the World. „Operation Weeting“ deckt dabei telefonische Abhörmaßnahmen ab. Eine dritte Einheit, „Operation Elveden“, untersucht vermutete Zahlungen an Polizisten.

Boulevardzeitung "News of the World" nimmt Abschied (Screenshot: ZDNet).
Die britische Polizei hat im Abhörskandal um die Boulevardzeitung „News of the World“ einen 52-Jährigen verhaftet (Screenshot: ZDNet).

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