HTC senkt Umsatzprognose wegen zunehmender Konkurrenz

Einnahmen sowie Verkäufe sollen im vierten Quartal nur das Niveau des Vorjahreszeitraums erreichen. Die Stagnation begründet HTC auch mit der weltweiten Wirtschaftskrise. Eine Besserung erwartet es im ersten Halbjahr 2012.

HTC hat seine Umsatzprognose für das laufende vierte Geschäftsquartal deutlich nach unten korrigiert. Die Einnahmen sollen mit 104 Milliarden Taiwan-Dollar (2,6 Milliarden Euro) nur noch auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Gleiches gilt für die Verkaufszahlen. Als Grund nannte der taiwanische Hersteller unter anderem die zunehmende Konkurrenz im Smartphonemarkt durch Anbieter wie Apple, Samsung und Motorola Mobility.

Anfang des Monats war HTC bei der Vorstellung der Bilanz für das dritte Fiskalquartal noch von Einnahmen von 125 bis 135 Milliarden Taiwan-Dollar ausgegangen, was einem Wachstum von 20 bis 30 Prozent entspräche. Analysten hatten den Umsatz im Weihnachtsquartal auf 130 Milliarden Taiwan-Dollar geschätzt. Zudem sollten die Verkaufszahlen laut HTC gegenüber dem vierten Vierteljahr 2010 um 31 bis 42 Prozent auf 12 bis 13 Millionen Stück zulegen.

„Aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Rezession und der Konkurrenz im Markt sind die Annahmen für die finanziellen Voraussagen für das vierte Quartal 2011 nicht mehr zutreffend“, schreibt HTC in einer Pressemitteilung. „Auch wenn der Umsatz in Q4 nicht unseren Erwartungen entspricht, hat HTC ein starkes Vertrauen in seine Produkte und sein Geschäft. Wir erwarten, im ersten Halbjahr 2012 wieder zu wachsen.“

Schon Anfang des Monats hatte HTCs Einschätzung des durch das Weihnachtsgeschäft traditionell starken vierten Quartals enttäuscht. Der Analyst Daniel Chang von Macquarie Research sagte zu dem Zeitpunkt, HTC fehlten in den USA die geeigneten Produkte, um sich gegen Samsungs Galaxy Nexus und Motorolas Droid Razr zu behaupten. Zudem setze HTCs Kunde Sprint, der seit Kurzem als dritter Mobilfunkanbieter in den USA das iPhone 4S verkauft, verstärkt auf das Apple-Smartphone. In Europa sieht Chang Nokias Windows-Phone-Geräte als wichtigen Mitbewerber an, der HTC im Weihnachtsgeschäft Marktanteile abnehmen könnte.

Anlässlich der reduzierten Quartalsprognose ergänzte Chang: „Wir glauben, dass HTC einen Weg finden muss, in das mittlere bis untere Preissegment einzusteigen, um höhere Stückzahlen zu erzielen, während es im High-End-Bereich die Führungsrolle zurückgewinnt. Unglücklicherweise scheint HTC in beiden Bereichen nicht konkurrenzfähig zu sein.“ Andere Anbieter hätten AMOLED und auch Android 4.0 früher eingeführt und das Einstiegssegment meide HTC aufgrund einer höheren Kostenstruktur. Die weitere Entwicklung des Unternehmens werde sich in den kommenden zwei bis drei Quartalen zeigen.

Themenseiten: Business, HTC, Mobile, Quartalszahlen, Smartphone

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