Googles Programmiersprache Go startet Anfang 2012

Als Experiment liegt sie seit 2009 vor. Zum Launch wird es auch eine Laufzeitumgebung für die Google App Engine geben. Go soll die Einfachheit und Effizienz von Python mit der Geschwindigkeit und Sicherheit kompilierter Sprachen kombinieren.

Google hat angekündigt, seine Programmiersprache Go bis Anfang 2012 fertig zu stellen und fest in die Google App Engine zu integrieren. Seit zwei Jahren ist sie als Experiment verfügbar. „Der Plan ist, Go 1 Anfang 2012 zu launchen. Zu diesem Zeitpunkt soll auch die Laufzeitumgebung für die Google App Engine das Experimentierstadium verlassen“, schreibt Google-Sprecher Andrew Gerrand in einem Blogbeitrag.

Das Erdhörnchen Gordon ist das offizielle Maskottchen von Go (Bild: Google).
Das Erdhörnchen Gordon ist das offizielle Maskottchen von Go (Bild: Google).

Go soll die Einfachheit und Effektivität dynamischer Sprachen wie Python mit der Geschwindigkeit und Sicherheit kompilierter Sprachen wie C oder C++ kombinieren. Das Projekt ist quelloffen. Zu den modernen Funktionen gehört, dass Go Mehrkern-Prozessoren unterstützt. Außerdem nimmt es dem Entwickler dank integrierter „Garbage Collection“ einige lästige Pflichten bei der Speicherverwaltung ab. Es soll durch seinen Aufbau auch Probleme der objektorientierten Programmierung lösen.

Eine neue Programmiersprache einzuführen ist schwer: Es braucht hervorragende Hilfsmittel und Materialien, um eine ausreichende Zahl an Programmierern von ihren Vorteilen zu überzeugen. Auch der rege Traffic auf der Go-Mailingliste ist keine Garantie für einen Erfolg. Google sichert immerhin zu, dass sich die Mühe für Entwickler, die die Sprache lernen, lohnen wird: „Code, der in Go 1 kompiliert, sollte mit wenigen Ausnahmen lebenslang kompatibel bleiben.“

Gleichzeitig will Google aber auch nicht diktieren, wohin die Reise geht, sondern dies einer aktiven Community überlassen. „Wir widersetzen uns aktiv der Versuchung, neue Merkmale ‚per Komitee‘ einzuführen“, hat das Unternehmen mitgeteilt.

Google hat noch eine zweite Programmiersprache in Arbeit: Dart, das es als Weiterentwicklung von JavaScript sieht. Auch diese Sprache könnten eines Tages Browser interpretieren.

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