CEO Stringer: Sony will TV selbst revolutionieren

So versucht es Apple, zuvorzukommen. Laut Howard Stringer wird es aber noch eine Weile dauern, bis etwas Neues entsteht. Alle Hersteller mühen sich ab, um sich einen Startvorteil vor der Konkurrenz zu verschaffen.

Sony sucht nach Möglichkeiten, Apple bei der Entwicklung eines neuartigen Fernsehgeräts zuvorzukommen. Der Markt für TV-Geräterhersteller sei mittlerweile äußerst konkurrenzbetont, sagte CEO Howard Stringer gegenüber dem Wall Street Journal. Das Resultat: Jeder strample sich ab, eine neue Generation von Fernsehern herauszubringen, die ihn von den anderen Wettbewerbern abhebe. Auch Sony investiere „Unmengen an Forschung und Entwicklung“.

Sony-CEO Howard Stringer auf der IFA 2011 (Bild: CNET.com).
Sony-CEO Howard Stringer auf der IFA 2011 (Bild: CNET.com).

Stringer sagte, er habe „keinerlei Zweifel“ daran, dass Steve Jobs vor seinem Tod daran gearbeitet habe, den Fernseher zu revolutionieren. Apples Innovationsgeist sei nicht zu unterschätzen. Der Übergang zu etwas Neuem sei aber tückisch. „Das ist es, wonach wir alle suchen. Wir können nicht weiterhin einfach nur Fernseher verkaufen. Jedes TV-Gerät, das wir produzieren, kostet uns Geld.“

Vergangene Woche hatte Sony seine Bilanz für das zweite Geschäftsquartal vorgelegt und seine Prognose für das Fiskaljahr 2011 deutlich nach unten korrigiert – vorrangig aufgrund des schwachen Fernsehergeschäfts. Es rechnet jetzt mit einem Jahresverlust von 90 Milliarden Yen (841 Millionen Euro). Vor drei Monaten lag die Schätzung noch bei einem Gewinn von 60 Milliarden Yen (561 Millionen Euro). Es wäre der vierte Jahresverlust in Folge.

Sony, einst einer der größten Hersteller von Fernsehern, ist mittlerweile hinter die Konkurrenten aus Südkorea Samsung und LG zurückgefallen. Seine 3D-TVs hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht, sagte Stringer dem WSJ. Der Sony-CEO erklärte, ihm sei nicht klar gewesen, dass es so schwierig sein würde, den Weg für 3D-Programme zu bereiten. Um das Geschäft zum Laufen zu bringen, brauche es aber reguläre TV-Inhalte. Auch Google TV komme bisher nur schleppend voran.

Stringer zufolge arbeitet sein Konzern mit einer „Vier-Bildschirm-Strategie“: Sony werde Netzwerkdienste vor Handys, Tablets, PCs und Fernseher anbieten. „Ich habe die letzten fünf Jahre damit verbracht, eine Plattform zu bauen, um gegen Steve Jobs antreten zu können. Jetzt ist sie fertig, und jetzt kommt sie heraus.“

Ende Oktober waren erneut Gerüchte laut geworden, Steve Jobs habe an einem Apple-Fernseher gearbeitet. Der Konzern feilt seit Jahren daran, Fernsehern eine neue Benutzeroberfläche zu verpassen. Die mit iOS 5 gelaunchte Sprachsteuerung Siri könnte der Schlüssel für das integrierte TV-Gerät sein, das Apple möglicherweise schon 2012 auf den Markt bringen wird.

Themenseiten: Apple, Business, HDTV, Kommunikation, Sony, Streaming

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