Fujitsu nimmt Supercomputer ins Angebot

PrimeHPC FX10 kann für bis zu 23,2 Petaflops konfiguriert werden. Er basiert auf dem "K Computer" und übertrifft den bislang schnellsten Supercomputer. Fujitsu erwartet, in den nächsten drei Jahren 50 Systeme verkaufen zu können.

Logo von Fujitsu

Ab Januar will Fujitsu einen Supercomputer verkaufen, der auf dem bislang schnellsten System der Welt basiert. Die Systemarchitektur von PrimeHPC FX10 baut auf dem „K Computer“ auf, den die japanischen Unternehmen Fujitsu und Riken mit Unterstützung der japanischen Regierung entwickelt haben. Dieser Supercomputer erreicht einen Rmax-Score von 8,16 Petaflops und kam vor kurzem als erster Rechner über zehn Petaflops. PrimeHPC FX10 soll mit einer maximalen Rechenleistung von 23,2 Petaflops noch weit darüber hinausgehen.

Als Verkaufsargument führt der Hersteller an, der neue Supercomputer sei geeignet, akademische Forschung und Produktentwicklung voranzutreiben. Seine hohe Leistung und Skalierbarkeit ermöglichten Simulationen, die bei der pharmazeutischen und medizinischen Forschung, bei der Analyse von Erdbeben und Wetterphänomenen sowie bei der Erschließung neuer Energiequellen von hohem Nutzen sind. Mit dem Einsatz des neuen Systems sei es möglich, gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen – etwa bei der Entwicklung neuer Medikamente, dem Katastrophenschutz und der Materialforschung: „Ebenso unterstützt der Supercomputer in der Forschung und Entwicklung die Herstellung völlig neuartiger Materialien, ohne dass die Arbeit mit Prototypen notwendig wird. Unternehmen können mit ihm im Wettbewerb den entscheidenden Vorsprung erreichen.“

PrimeHPC FX10 ist kompatibel zum „K Computer“ und eignet sich laut Hersteller optimal zur Entwicklung von Software, die mit diesem zum Einsatz kommen soll. Die Visimpact-Technologie Fujitsus unterstützt parallele Anwendungen auf Grundlage eines hybriden Programmiermodells. Wie der „K Computer“ setzt der neue Supercomputer auf Sparc-Porzessoren. Der aus Sparc64 VIIIfx weiterentwickelte Sparc64 IXfx verfügt über jeweils 16 Kerne. Fujitsu hebt seine hohe Leistung bei geringem Stromverbrauch hervor.

Die Mindestgröße eines Systems beträgt vier Racks mit 384 Prozessoren und 12 TByte Speicher. PrimeHPC FX10 kann 23,2 Petaflops und 6 PByte Speicher erreichen, wenn er mit 98.304 Rechenknoten in 1024 Racks konfiguriert ist. Die Wasserkühlung und ein auf Rechenleistung und Energieeffizienz optimiertes Design ermöglichten eine Standalone-Leistung von 236,5 Gigaflops für einen Rechenknoten sowie eine Leistung von über 2 Gigaflops je Watt.

Fujitsu kündigt die weltweite Verfügbarkeit von PrimeHPC FX10 in verschiedenen Varianten schon ab Januar an und erwartet den Verkauf von rund 50 Systemen in den nächsten drei Jahren. Die Ankündigung erfolgt kurz vor der Supercomputing-Konferenz SC11, die vom 12. bis 18. November in Seattle stattfindet. Fujitsu steht in Konkurrenz zu der von Cray angekündigten neuen Supercomputer-Architektur XK6 „Titan“, die theoretisch bis zu 50 Petaflops erreichen kann, deren Leistung jedoch schnellere x86-Prozessoren voraussetzt.

Themenseiten: Business, Fujitsu, Hardware, Rechenzentrum, Supercomputing

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Fujitsu nimmt Supercomputer ins Angebot

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *