Beta von Opera 11.60 veröffentlicht

Sie bringt zahlreiche Funktionen der kommenden Version 12. Dazu zählen ein HTML-5-Parser, aktualisierte Rendering- und JavaScript-Engines sowie ein überarbeiteter Mail-Client. Hardwarebeschleunigung und Theme-Support fehlen aber.

Opera hat eine erste Beta von Version 11.60 seines Browsers freigegeben. Der Interim-Release mit dem Codenamen „Tunny“ (Thunfisch) enthält bis auf die Hardwarebeschleunigung schon viele Funktionen von Opera 12 (Wahoo). Die Beta steht ab sofort für Windows, Linux und Mac OS X zum Herunterladen bereit.

Zu den Neuerungen zählt der HTML-5-Parser Ragnarök, der die Kompatibilität zu dem kommenden Webstandard verbessern soll. Die Rendering-Engine Presto wurde auf Version 2.10.229 aktualisiert. Auch die JavaScript-Engine Carakan haben die Entwickler überarbeitet. Sie soll nun mit weniger Speicher auskommen und vollständig zu ECMAScript 5.1 kompatibel sein. Neuerdings werden auch kreisförmige Farbverläufe mit CSS3 (CSS3 radial gradients) unterstützt.

Logo Opera

Die Adressleiste wurde ebenfalls optimiert und um Suchvorschläge während der Eingabe erweitert. Ähnlich wie bei Googles Browser Chrome findet sich in ihr ein Sternsymbol, das Nutzer anklicken können, um die momentan geöffnete Website zu den Lesezeichen oder der Schnellwahl-Seite hinzuzufügen.

Der in den Browser intergrierte Mail-Client hat eine Runderneuerung erfahren. Das Layout wurde an Widescreen-Monitore angepasst. Die E-Mail-Liste zeigt nun standardmäßig Betreff und Absender in zwei Zeilen an. Nachrichten lassen sich nach Datum, Lesestatus oder Markierung sortieren. Letztere kann mit einem Klick auf ein Stecknadelsymbol im E-Mail-Header gesetzt werden. Außerdem gibt es einige neugestaltete Icons und vereinfachte Werkzeugleisten. Das Auswahlmenü „Ansicht“ wurde durch einen Overlay-Dialog ersetzt, über den sich das Layout des Mail-Fensters und andere Optionen einstellen lassen.

Opera 11.60 ist den Entwicklern zufolge zudem der erste Desktop-Browser, der HTML-5-Microdata unterstützt. Diese Daten können Suchmachinen wie Bing, Yahoo und Google auslesen, um bessere Ergebnisse zu liefern. Andere angekündigte Features wie die Hardwarebeschleunigung und der Theme-Support, mit dem Nutzer ihren Browser einfacher personalisieren können, wird Opera erst mit Version 12 einführen.

Die Norweger entwickeln Tunny und Wahoo derzeit parallel. Mit neuen Snapshots von Opera 12 können Anwender kommende Woche rechnen. Die Final von Opera 11.60 soll schon „sehr bald“ zur Verfügung stehen.

Wie schon bei den vorherigen Snapshots handelt es sich auch bei der Beta von Opera 11.60 nicht um eine Next-Version. Daher wird bei der Installation standardmäßig die aktuell genutzte stabile Version des Browsers überschrieben. Anwender sollten deshalb vorab ihren Profilordner sichern.

Den integrierten Mail-Client haben die Entwickler gründlich überarbeitet (Bild: Opera).
Den integrierten Mail-Client haben die Entwickler gründlich überarbeitet (Bild: Opera).

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