Cloud-Speichertechnolgien bei Amazon: das sind die Unterschiede zwischen EBS und S3

Cloud-Datenspeicherung scheint auf den ersten Blick kaum überschaubar und Amazon Web Services hat zudem eine Reihe verschiedener Produkte im Angebot. ZDNet erläutert die Unterschiede zwischen den verschiedenen Speichertechnologien.

Wenn es um Datenspeicherung in der Cloud geht, hat man die Wahl zwischen einer Vielzahl von Angeboten. Amazon Web Services (AWS) verfügt, je nach Betrachtungsweise, über zwei Hauptangebote im Bereich Datenspeicherung: EBS und S3.

EBS steht für Elastic Block Store-Cloud. Es handelt sich dabei um einen herkömmlichen Block-Speicher, der anderen AWS-Diensten zugeordnet wird. Dies bedeutet nicht, dass via Internet iSCSI-Targets lokalen Ressourcen im AWS-Rechenzentrum zugeordnet werden können (und niemand sollte dies tun wollen!), sondern, dass dafür vorgesehene AWS-Dienste Zugriff auf den EBS-Speicher haben.

EC2 (Elastic Compute Cluster) zählt zu den Kerndiensten von AWS und stellt im Prinzip virtuelle Rechner in den AWS-Clouds zur Verfügung. Die zugrundeliegenden Hosts werden (basierend auf dem Xen-Hypervisor) dabei nicht als EC2-Verbraucher gemanagt, sondern ihre Workload wird genutzt (ohne diese Speicher zu „administrieren“). Die virtuellen Rechner werden Amazon Machine Images (AMIs) genannt. Ein individuelles AMI wird als eine explizite EBS-Ressource bereitgestellt. Es handelt sich um eine zugrundeliegende iSCSI-Festplattenressource, die den Hosts zugeordnet ist, welche das AMI innerhalb der AWS hosten.

Die andere Art der Datenspeicherung, die oft mit den AWS assoziiert wird, ist die Simple Storage Service– oder S3-Cloud. Sie ist ziemlich verbreitet für Anwendungen, die das Internet für die Übermittlung von Content wie Bildern, Videos et cetera nutzen. Technisch gesprochen sind S3-Angebote Web-Services, was bedeutet, dass der Zugriff auf sie über ein HTTP-Interface wie REST erfolgt.

Mit Produkten, wie beispielsweise TwinStrata, Nasuni oder CloudBerry, lassen sich Datensicherungen in die S3-Cloud über Datenübermittlungsanwendungen zu erstellen. Bei einer Anzahl solcher Anwendungen findet der Datenaustausch oder die Datensicherung direkt mit dem S3-Service statt. Es ist immer sehr interessant, wie Unternehmen, die webbasierte Anwendungen erstellen, die Architektur ihrer Dienste um Cloud-Technologien wie Amazon herum bauen. Früher in diesem Jahr hatte beispielsweise ShareFile ein Desaster verhindert, als es bei den AWS zu einer Betriebsunterbrechung kam.

Neben den Amazon-Clouds existieren andere Cloud-Dienste, die dadurch, dass es sich um webbasierte Dienste handelt, ähnlich funktionieren wie S3. Und natürlich können auch Hybridlösungen, wie CloudArray von TwinStrata und der Nasuni Storage Controller ein lokales iSCSI-Target auf einem Zwischenspeicher bilden, mit dem Backend des Dateinetzwerks in einer web-basierten Cloud wie S3.

Es ist wichtig, einen Überblick darüber zu haben, wie diese beiden Technologien funktionieren. Danach können den jeweiligen Bedürfnissen entsprechende, individuelle Cloud-Lösungen gewählt werden.

Themenseiten: Cloud-Computing, Microsoft, Servers, Software, Storage, Storage & Server

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