RIMs nächste Betriebssystem-Version wird BBX heißen

Die neue Plattform soll die Vorzüge von Blackberry OS und QNX vereinen. Sie basiert auf QNX und integriert auch die Blackberry-Clouddienste. BBX unterstützt HTML 5 und die Entwicklung nativer Anwendungen mit C oder C++.

Blackberry von RIM

Research in Motion hat sein kommendes Betriebssystem BBX vorgestellt. Die neue Plattform vereine die Vorzüge des bisherigen Blackberry OS und von QNX, unter dem bereits das Tablet Playbook läuft, erklärte einer von RIMs beiden CEOs, Mike Lazaridis, auf der Entwicklerkonferenz Blackberry DevCon. Mit dem für Smartphones entwickelten Blackberry OS war RIM zunehmend an Grenzen gestoßen. BBX wird daher auf QNX basieren, das sich schon im vielseitigen Einsatz auf unterschiedlichsten Geräten bewiesen hat, selbst in Geldautomaten, medizinischen Geräten sowie Infotainmentsystemen in Fahrzeugen. Nur durch das zugekaufte Betriebssystem QNX war RIM in der Lage, kurzfristig ein eigenes Tablet in den Markt zu bringen.

Die App-Entwickler werden teilweise umlernen müssen. Während für Blackberry Playbook geschriebene Anwendungen zu der neuen Plattform kompatibel sein sollen, entfällt die unter Blackberry OS gewohnte Entwicklung mit Java. Die Entwicklung für BBX erfolgt einerseits mit WebWorks, einer Umschreibung für HTML, CSS und Javascript, bei nativen Anwendungen jedoch mit C/C++. HTML 5 bezeichnete Lazaridis als Brücke zwischen Blackberry OS und der neuen Plattform.

Das Blackberry Playbook verkaufte sich weit unter den Erwartungen, was mit zu der zunehmend schwierigen Lage von RIM beitrug. Berichten zufolge lieferte der Hersteller im ersten Verkaufsquartal noch 500.000 Tablets aus, im folgenden Quartal aber nur noch 200.000. Schleppende Abverkäufe im Handel führten offenbar zu diesem starken Rückgang. Inzwischen werden sie bereits mit deutlichem Nachlass angeboten, und RIM spendiert allen DevCon-Teilnehmern ein kostenloses Playbook, um sie zur Entwicklung von Apps zu motivieren.

Das Problem des Blackberry Playbook bestand nicht zuletzt darin, dass sein Betriebssystem bei der Markteinführung nicht die nativen Blackberry-Anwendungen für E-Mail, Kalender und Kontakte unterstützte. Mit BBX will RIM alles nachholen. Die neue hybride Plattform unterstützt auch die Blackberry-Clouddienste und erhält zusätzlich Blackberry Messenger, Sprachsuche sowie NFC-Unterstützung wie bereits im aktuellen Blackberry OS 7. Laut RIM ist BBX in aktiver Entwicklung, einen Termin für die Veröffentlichung wollte das Unternehmen aber noch nicht nennen.

Lazaridis versprach den Entwicklern auch, das Einreichen von Apps zu vereinfachen. Er hofft besonders auf die Entwicklung von Spielen für die rund 70 Millionen Blackberry-Nutzer und stellte die verbesserte Game Engine heraus. Laut RIM kann die übersichtliche Blackberry App World für die beteiligten Entwickler weit profitabler als andere App Stores sein. 13 Prozent der Blackberry-Entwickler hätten über 100.000 Dollar eingenommen, während nur ein Prozent der iOS-Entwickler mehr als 1000 Dollar erzielten.

Themenseiten: Betriebssystem, Mobil, Mobile, Research In Motion, Software, Tablet

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