Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest

Die vor einem halben Jahr eingeführte Unity-Oberfläche rief nicht nur Begeisterung hervor. Jetzt kommt Canonical mit einer neuen Version. ZDNet untersucht, ob sich Funktionen und Stabilität der Shell verbessert haben.

Seit heute kann man die Release-Version von Ubuntu 11.10 (Oneiric Ocelot) von Canonicals Website herunterladen. Pünktlich jeden April und jeden Oktober erscheint ein offizielles Update der laut Distrowatch beliebtesten Linux-Distribution.

Auf den ersten Blick scheint sich diesmal wenig getan zu haben. Die April-Version 11.04 brachte die neue Oberfläche Unity. Eine ähnlich bedeutende Änderung bringt Oneiric Ocelot nicht.

Canonical hat in erster Linie "Hausaufgaben" gemacht und die zahlreichen Komponenten der Distribution auf den neuesten Stand gebracht: Der Linux-Kernel wird in der Version 3.0.0-12 ausgeliefert. Der 3.1er-Kernel verzögert sich weiter. Gnome kommt in der Version 3.2, was auch einige Auswirkungen auf die Oberfläche Unity hat.

Auch die Anwendungsprogramme wurden aktualisiert: Firefox und Thunderbird liegen in der Version 7.0.1 vor. Chromium wurde auf 14.0.835.202 aktualisiert. LibreOffice hat den Releasestand 3.4.3. Der Compiler gcc beantwortet den Parameter -v mit 4.6.1. Diese Aufzählung ließe sich endlos fortführen. Dazu sei aber auf die Release Notes verwiesen.

Thunderbird oder Evolution

Canonical hat sich dafür entschieden, nunmehr Thunderbird als Standard-E-Mail-Programm zu verwenden. Bisher setzte der Distributor auf Evolution. Dramatisch ist diese Änderung nicht. Wer möchte, kann sich Evolution über die Softwareverwaltung jederzeit installieren.

Standard-E-Mail-Client ist jetzt Thunderbird 7.0.1
Standard-E-Mail-Client ist jetzt Thunderbird 7.0.1

Evolution kommt sehr viel besser mit Microsoft Exchange zurecht als Thunderbird. Da das Programm aber ActiveSync als Protokoll verwendet, ist die Kommunikation sehr langsam. ActiveSync ist optimiert für mobile Clients, die nur die E-Mails der letzten Tage offline vorhalten.

Wer einen Mailanbieter mit POP3- oder IMAP4-Protokoll einsetzt, kann dafür sowohl Thunderbird als auch Evolution nutzen. Wer viele Mails speichert, wird feststellen, dass Evolution bei großen Mailboxen langsam wird. Thunderbird hat dieses Problem nicht.

Wer gewohnt ist, E-Mails, Termine und Kontakte in eine Applikation zu haben, etwa von Microsoft Outlook, der wird bei Thunderbird eine Kalenderfunktionalität vermissen. Sie ist erst mit dem Add-on Lightning verfügbar. Ferner benötigt man ein weiteres Add-on für den jeweiligen Kalenderanbieter, etwa Google Mail. Das iCal-Format (CalDAV) und das iCalendar-Format (Microsoft Internet Calendar Sharing) werden von Lightning standardmäßig unterstützt.

Wer viel mit Kontakten arbeitet, sollte eher Evolution verwenden. Die Kontaktverwaltung in Thunderbird ist sehr spartanisch.

Oberfläche Unity: Immer noch viele Probleme

Im April resümierte ZDNet, dass Unity ein interessantes Konzept darstellt, das jedoch noch nicht fertig ist. Zahlreiche Features, etwa dass sich Kommandozeilenparameter zu Anwendungen definieren lassen, was manchmal notwendig ist, sind nicht implementiert. Viele Einstellungen, die man in der Gnome2-Oberfläche problemlos vornehmen konnte, lassen sich nur mit gconf-edit realisieren, das ähnlich funktioniert wie der Registry-Editor von Windows.

Der Unity-Oberfäche fehlen noch einige Features. Mit der Stabilität ist es auch noch nicht zum Besten bestellt, wenngleich Fortschritte erkennbar sind.
Der Unity-Oberfäche fehlen noch einige Features. Mit der Stabilität ist es auch noch nicht zum Besten bestellt, wenngleich Fortschritte erkennbar sind.

In der heute erschienen Version 11.10 hat sich leider nicht viel geändert. Es fehlen nach wie vor erweiterte Funktionen für Profis. Die Umbenennung der "Places" in "Lenses" ist eher Makulatur. Es fällt lediglich auf, dass das Symbol zum Öffnen des Dash vom Panel in den Launcher gewandert ist.

Verbesserungen gibt es vor allem für Unity2D-Benutzer. Die 2D-Version ist immer dann erforderlich, wenn man keine 3D-Grafik mangels Hardware oder mangels Treiber nutzen kann oder möchte.

Die 2D-Version ist viel stabiler geworden, vor allem deswegen, weil die 2D- und die 3D-Version inzwischen sehr viel gemeinsamen Code beinhalten. Unter 11.04 kam es zu zahlreichen "Freezes" und Abstürzen unter Unity2D.

Hundertprozentig stabil ist Unity aber auch jetzt in der Version 11.10 nicht. Eingefrorene Bildschirme, geringe Reaktionsfreude auf Mausklicks und Absturzmeldungen einiger Komponenten wie Compiz oder Zeitgeist kommen immer wieder vor, sowohl in der 2D- als auch in der 3D-Version.

Unity sorgt für Streit im Technical Board

Dass aber Unity insgesamt ein Problem für Ubuntu ist, haben inzwischen auch einige Entwickler eingesehen. Letzen Monat überraschte Scott Remnant mit dem Vorschlag monatliche statt halbjährliche Releases herauszubringen. Das solle verhindern, dass unfertige Software ausgeliefert werde und nannte dabei Unity als Beispiel.

Remnant sitzt im Technical Board von Ubuntu und hat unter anderen Upstart entwickelt. Sein Vorschlag mit monatlichen Releases dürfte kaum umsetzbar sein, aber seine Kritik an Unity hat große Beachtung gefunden.

In der April-Version 11.04 konnten Nutzer alternativ die klassische Gnome2-Oberfläche von Ubuntu wählen, um Unity auszuweichen, bis es mehr Funktionen bietet und stabiler läuft. Das geht mit der heute erschienen Version 11.10 zunächst nicht mehr.

Allerdings kann man mit sudo apt-get install gnome-shell die Gnome3-Shell einspielen, die einen Gnome-Klassikmodus besitzt. Nach der Installation steht im Log-in-Screen neben Unity und Unity2D auch Gnome und Gnome Classic zur Verfügung.

Die Shell "Gnome Classic" ahmt die Gnome2-Shell unter GTK3 nach. Obwohl Features fehlen, kann man immerhin Anwendungen mit Parametern starten.
Die Shell „Gnome Classic“ ahmt die Gnome2-Shell unter GTK3 nach. Obwohl Features fehlen, kann man immerhin Anwendungen mit Parametern starten.

Auch wenn Gnome Classic auf den ersten Blick aussieht wie Gnome2, vermisst man viele Dinge. Gnome Classic ist mitnichten Gnome2, sondern eine Nachahmung der Gnome2-Shell unter GTK3. So kann man nicht einfach einen Starter auf ein Panel platzieren, sondern der Aufruf von Programmen läuft nur über das Menü. Immerhin lassen sich Menü-Einträge so modifizieren wie man es von Gnome2 gewohnt ist, das heißt, man kann Kommandozeilenparameter eingeben oder das Symbol austauschen.

Ferner lassen sich Panels nicht so konfigurieren, dass sie bei Bedarf vom Bildschirm verschwinden. Da in Gnome Classic je ein Panel oben und unten am Screen angebracht ist, verliert man eine Menge Nutzfläche. Insbesondere bei 16:9-Bildschirmen ist das ärgerlich.

Die Gnome3-Shell ist stabil, aber auch ihr fehlen Features, die man von Gnome2 kennt.
Die Gnome3-Shell ist stabil, aber auch ihr fehlen Features, die man von Gnome2 kennt.

Als dritte Alternative bleibt die Gnome3-Shell. Sie muss sich aber dieselbe Kritik gefallen lassen wie Unity, nämlich dass sie nicht fertig ist. Zwar hat man nicht mit Abstürzen und eingefrorenen Bildschirmen zu kämpfen, aber Anwendungssymbole lassen sich mit ihr auch nicht konfigurieren.

Man kann aber zu einem kleinem, wenngleich umständlichen, Trick greifen: Wer eine Anwendung mit Parametern ausstatten muss, kann sich ausloggen, die Änderungen in der Gnome-Classic-Shell vornehmen und sich wieder mit einer Gnome3-Sitzung anmelden. Unter "Aktivitäten – Anwendungen" findet man die Symbole zum Starten der Anwendungen, inklusive der in der Classic-Shell gemachten Änderungen.

Neue Systemeinstellungen erinnern an Mac OS X

Ubuntu tendiert dazu, sich beim Userinterface an Apple zu orientieren, was sicherlich nicht falsch ist. Auf jeden Fall ist es besser, nach Cupertino als nach Redmond zu blicken. In Ubuntu 11.10 fallen die neuen Systemeinstellungen auf.

Wie unter Mac OS X kann man nach dem Klick auf ein Symbol wieder ins Hauptmenü zurückkehren, wenn man auf "Alle Einstellungen" klickt. Außerdem gibt es keine OK- und Apply-Buttons mehr. Allerdings ist diese Mac-OS-X-Nachahmung noch nicht bei allen Einstellungen implementiert.

Wer sich seinen Rechner gerne etwas individuell anpasst, wird feststellen, dass das Symbol "Erscheinungsbild" verschwunden ist. Damit konnte man das Gnome-Theme individuell anpassen, etwa Schriftgröße oder die Nautilus-Symbole. Wem das nicht reichte, konnte auch ganz neue Desktop-Themes herunterladen.

Jetzt findet man nur noch das Symbol "Darstellung", das den Benutzer zwischen den vorgegebenen Desktop-Themes "Ambiance" und "Radiance" wählen lässt. Zudem gibt es noch die Themes "HighContrast" und "HighContrastInverse" für Anwender mit Sehschwäche.

Individuelle Anpassungen sind nicht mehr möglich. Lediglich das Hintergrundbild ist austauschbar. Das liegt aber nicht in der Verantwortung von Canonical, sondern ist eine Beschränkung des ebenfalls unfertigen Gnome3. Es gibt derzeit noch keinen Editor für GTK3-Desktop-Themes. Wer personalisieren möchte, kann bestenfalls gconf-edit verwenden.

Insgesamt muss man festhalten, dass durch den Umstieg auf GTK3, Gnome3 und Unity einige Probleme mit der Benutzeroberfläche resultieren. Die Shells Gnome3, Gnome Classic und Unity bieten derzeit nicht die gesamte Funktionalität von Gnome2 und GTK2, die aber in Ubuntu 11.10 nicht mehr verfügbar sind. Zudem hat Unity Stabilitätsprobleme. Einzige Alternative ist, auf KDE umzusteigen.

Neues Software Center 5.0

Sehr gut gelungen ist hingegen das neue Software Center 5.0. Es ist eine Mischung aus Paketverwaltung und App Store. Es lassen sich einerseits Anwendungen von Ubuntu inklusive Uni- und Multiverse-Repository installieren, andererseits aber auch kostenpflichtige Programme von Drittherstellern kaufen.

Das neue Software Center 5.0 ist eine Mischung aus Paketverwaltung und App Store
Das neue Software Center 5.0 ist eine Mischung aus Paketverwaltung und App Store

Die Payment-Abwicklung übernimmt RBS WorldPay. Man loggt sich direkt aus dem Software Center mit seinen Ubuntu-One- oder Launchpad-Zugangsdaten ein und gibt beim ersten Kauf eine Kreditkarte an.

Verbesserungen für 64-Bit-User

Unter der Haube hat sich in Ubuntu 11.10 allerdings einiges getan: Verbesserungen gibt es vor allem für Nutzer der 64-Bit-Version. Ausgewählte 32-Bit-Pakete können jetzt einfach in der 64-Bit-Version installiert werden. Wichtig ist das vor allem bei Closed-Source-Software, die nur in 32-Bit vorliegt, etwa Skype, Flash oder der Cisco-VPN-Client.

Da Flash ab der Version 11 auch 64-Bit-Unterstützung bietet und der Cisco-VPN-Client durch seinen Open-Source-Clone vpnc ersetzt werden kann, wird es die Anwender der 64-Bit-Version vor allem freuen, dass sie Skype 2.2 jetzt einfach als Paket installieren können. Dazu muss allerdings die Paketquelle "Canonical Partner" aktiviert sein.

Obwohl es kaum noch Probleme mit der 64-Bit-Version gibt, empfiehlt Canonical Desktop-Usern weiterhin die 32-Bit-Version zu installieren. Anders als Windows kann die 32-Bit-Version von Ubuntu mehr als 4 GByte Hauptspeicher nutzen durch den Einsatz eines PAE-Kernels (Physical Address Extensions).  Pro Prozess ist der Adressraum aber auf 4 GByte beschränkt, was in der Praxis nahezu keine Auswirkungen hat.

Booten vom USB-Stick

Ferner trägt Ubuntu dem Umstand Rechnung, dass immer weniger User von einer CD oder DVD installieren möchten. Der USB-Stick gewinnt als Boot-Medium an Bedeutung. Die ISO-Images von Ubuntu 11.10 sind sogenannte Hybrid-Images, die man einfach per dd auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte dumpen kann.

Wer aber ein 700 MByte großes Image per dd auf einen 16 GByte Stick kopiert, verschenkt viel Speicherkapazität. Nutzt man hingegen eine traditionelle Methode, um einen bootbaren Stick herzustellen, etwa unter Windows den Universal USB Installer von Pendrivelinux, kann man die freie Kapazität weiterhin nutzen, ohne die Bootfähigkeit des Sticks aufzugeben.

Fazit

Ubuntu 11.10 ist kein Release, das durch herausragende Veränderungen auffällt. Betriebssystem und Anwendungen wurden auf den neuesten Stand gebracht. Die Oberfläche Unity ist stabiler geworden, dennoch gibt es ab und zu Abstürze oder Reaktionsträgheiten auf Maus-Befehle.

Obwohl Unity an der ein oder anderen Stelle optisch etwas aufgehübscht wurde, sind kaum neue Features zu sehen. Man kann die Symbole im Launcher nach wie vor nicht an individuelle Bedürfnisse anpassen.

Als Alternativen zu Unity stehen die Shells Gnome3 und Gnome Classic zur Verfügung. Beide arbeiten stabil, aber man vermisst bei beiden lieb gewonnene Features aus der Gnome2-Shell.

Positiv fällt das neue Software Center 5.0 auf. Es handelt sich um eine gelungene Mischung aus Anwendungspaket-Manager und App Store. Canonical hat keine Berührungsängste mit kommerziellen Anbietern, die ihre Software verkaufen.

Auch unter der Haube hat sich einiges getan: Die 64-Bit-Version kann jetzt ausgewählte 32-Bit-Pakete, etwa Skype, direkt installieren. Um von einem USB-Stick zu booten, können ISO-Images jetzt direkt auch auf einen USB-Stick gedumpt werden.

Ubuntu 11.10 ist ein Pflicht-Update für alle Nutzer. Es enthält zahlreiche kleine Verbesserungen, die die Arbeit einfacher machen. Es bleibt zu hoffen, dass in der nächsten Version 12.04 Funktionalität und Stabilität von Unity ein Level erreichen, so dass 12.04 dem Anspruch eines LTS-Releases (Long Term Support) gerecht wird.

Themenseiten: Betriebssystem, Canonical, Linux, Open Source, Software

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37 Kommentare zu Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest

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  • Am 13. Oktober 2011 um 22:57 von Müller

    Ubuntu-test 11.10
    Interessant, aber wenig nützlich. WO werden die Probleme von Ubuntu außer der Oberfläche bearbeitet, z.B. das problematische Einbinden von W-Lan? Würde doch für den normalen User interessant sein, ob man mit Ubuntu entlich genau so einfach in W-Lan netze rein kommt/sich anmeldet etc., wie bei Microsoft! Das ist ein Dauerproblem bei Ubuntu und vor allem bei Laptops/Notebools die Verwendung von Ubuntu abschreckt.

    Gruß

    • Am 14. Oktober 2011 um 8:45 von Alexander

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Hallo,
      nichts leichter als Ubuntu in das vorhandene W-Lan zu integrieren. Ich habe bisher etliche Notebooks aufgesetzt, und kürzlich sogar einen W-Lan Drucker etabliert. Alles relativ und objektiv.
      Wer sich nicht scheut, einmal was anderes aus zu testen, wird von Ubuntu begeistert sein.
      Viele Grüße an alle Ubuntu Nutzer, und die, die es werden wollen.
      A.

      • Am 17. Oktober 2011 um 10:33 von S.

        AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
        Ich benutze Ubuntu 11.04 als Umsteiger von Windows seit 3 Monaten und bin begeistert. WLAN-Einrichtung ohne Probleme, Netzwerkdrucker – einwandfrei, auch das Heimnetzwerk Ubuntu-Windows funktioniert top. Da mein System momentan wirklich problemlos läuft, werde ich nicht auf 11.10 updaten, sondern auf die nächste Version waren, vielleicht tut sich bis dahin noch etwas.

      • Am 20. Oktober 2011 um 16:34 von Ramona

        AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
        Hallo,
        ich habe mir ein neues Notebook gekaut,auf dem LEIDER Windows 7 installiert ist.Ich würde sehr gern mit Ubuntu arbeiten wollen,kann ich WIndows,ohne Probleme runter schmeißen un Ubuntu rauf spielen und nutzen?
        Dank schon mal im Voraus für die Antwort.
        Gruß Ramona

        • Am 22. November 2011 um 8:13 von Oscar alias xpenguin

          den Beitrag von Ramona
          Du KANNST selbstverständlich Windoof "runterschmeißen" und fürderhin ausschließlich Ubuntu verwenden. Du MUSST es aber nicht. Die heutigen Festplatten sind groß genug – auch in Notebooks – um beide Betriebssysteme darauf zu installieren. Dabei muß allerdings zuerst Windows installiert werden und dann Linux. Das M$-Ding hat nämlich die "Angewohnheit", fremde Bootloader zu überschreiben. Frage nicht, warum, darauf steht eine Antwort der Firma bislang aus. Die Platte muß eben nur geteilt werden. Mit gParted in "Parted Magic" (kannst du als ISO herunterladen und brennen) geht das Partitionieren fast kinderleicht, leichter jedenfalls als mit dem blöden Tool, das ich vor 2 1/2 Jahren in Windows XP vorfand. Ubuntu läuft am besten mit "ext4", aber auch "reiserfs" kann gut genutzt werden. Und anders als Windows braucht Linux einen sogenannten "Auslagerungs-Speicher", 1500 MB genügen. In gParted wird das als "linux-swap" bezeichnet. Der sollte aber besser nicht zwischen den beiden Betriebssystemen liegen, denn sonst kann es passieren, daß sich die beiden gegenseitig nicht erkennen und nur Ubuntu im Bootmenü erscheint.
          Es gibt allerdings auch noch die Möglichkeit, ein zweites Betriebssystem auf einer externen Festplatte zu installieren, die du über USB an dein Notebook anstöpselst. Dann mußt du aber dein BIOS so einstellen, daß die e4rste Boot-Device das Laufwerk, die zweite die USB-Platte und erst die dritte die eingebaute Platte ist. Dann bootest du bei eingesteckter USB-Platte von dieser, ansonsten von der internen. Auch so MUSST du dich also nicht von Micro$oft trennen, wenn du nicht willst. zumal dein Notebook dadurch ja auch einen breunen Schein mehr gekostet hatte…

      • Am 23. Oktober 2011 um 19:57 von Brunolp12

        Wlan (AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest)
        wenn die Hardware richtig erkannt wurde, dann sollte das WLan Symbol oben rechts vorhanden sein. Das kann man dann anklicken – man sieht eine Liste der sichtbaren WLans und braucht nur noch den Schlüssel eingeben. Das ist etwas seit Version 7 so einfach.
        Probleme mit dem Netz hatte ich erst wieder mit 11.04 – da hat es ständig den Kontakt ins WWW verloren.
        Bei 11.10 gibts einen neuen Bug – das kann den Router abstürzen oder neu Starten lassen (afaik mit Intel- WLan Karten). Workaround:
        Den … n Standard nicht benutzen – dann läufts.

    • Am 14. Oktober 2011 um 11:02 von Mintor Mekenhein

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Die Einbundung von W-lan ist seit zig Versionen kein Problem und bedarf deshalb keiner Erwähnung in einem Bericht über Ubuntu 11.10. Ich habe auf gefühlten 1000 Rechnern Ubuntu installiert und die Einrichtung des wlans funktioniert mehr oder weniger automatisch.

      • Am 15. Oktober 2011 um 8:10 von Karl60

        AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
        Also ich habe enorme Schwierigkeiten mit der Einbindung eines WLAN oder anders gesagt: es gelingt mir nicht. Bin ich denn wirklich so dämlich?

      • Am 10. November 2011 um 22:06 von tila39

        AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
        Dass kann ich so nicht bestätigen. Ich verwende Ubuntu seit der 6.06 auf zwei privaten (Laptop und Desktop) und mehreren beruflichen Rechnern unterschiedlichster Hardware. Und die 11.10 ist absolut inakzeptabel was WLAN und UMTS angeht. Wenn WLAN zustande kommt, dann hält es nur für wenige Minuten. Teilweise muss man das "Netzwerk deaktivieren" und wieder aktivieren, damit die WLAN-Verbindung wieder hergestellt werden kann. Eine UMTS-Verbindung habe ich mit 11.10 bisher noch gar nicht hin bekommen. Bei 11.04 funktionierte das alles wunderbar. Ich hoffe, dass sich das mit der nächsten Kernel-Version wieder bessert. Denn eigentlich bin ich bei Ubuntu einiges mehr an Stabilität und Qualität gewohnt.

        • Am 13. Januar 2012 um 3:52 von Marco

          AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
          Ein schlechtes Windows ist immer nocht 1000 mal besser als Ubuntu…

          • Am 19. April 2012 um 21:16 von os2tom

            AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
            oh du ahnungsloser …

    • Am 16. Oktober 2011 um 4:01 von googledatenschleuder

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Kann es auch nur empfehlen, bisher lief die Installation immer schnell durch und es ist sofort alles verfügbar wie Office, Instand-Messanger(Multi-Protokoll Client) email, Kontakverwaltung, pdf-Reader. u.s.w. fehlt was –> Pakekverwaltung(neu deutsch App-Store) –> suchen & install

      Bei Exotischer Hardware aufpassen …Finger weg von Produkten die keinen Linux Treiber Support bieten – vor dem kauf informieren oder testen im Laden mit Live-CD.

    • Am 17. Oktober 2011 um 23:19 von Niko

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Probleme beim Einbinden eines WLANs?
      Sind Sie sicher, dass die Ursache für die Probleme Ubuntu ist? Es ist super einfach, dass WLAN zu aktivieren. Haben Sie vielleicht eine Filterung Filterung auf MAC-Adressen im Router aktiviert oder den DHCP abgeschaltet?
      Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Einbindung eines WLANs unter Ubuntu (GNOME Desktop) irgendjemandem Probleme bereiten. Es ist ähnlich einfach wie in Windows.

      • Am 19. Oktober 2011 um 16:32 von Michael Wolf

        AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
        Also zum Thema WLan und Ubuntu 11.10: Nachdem im Network-Stack anscheinend massiv geschraubt wurde, gibt es doch einiges an neuen Problemchen in dieser Ubuntu-Version. Das lässt sich auch in div. Foren recht gut nachvollziehen, wenn man sich die Threads so anschaut.
        Bei einem meiner Netbooks mit Intel-WLanchip hatte ich jetzt aktuell das Problem, dass durch einen simplen Verbindungsaufbau der komplette Router abgestürzt. Das ist dann schon heftig finde ich.

        • Am 19. Oktober 2011 um 19:43 von Jlau

          AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
          Seitdem ich auf 11.10 geupdatet habe, stürzt innerhalb von einer minute der WLAN Router ab. Erst ist die Verbindung da und kurz darauf stürzt alles ab :/
          gibt es dafür irgendwelche Lösungen?

          • Am 21. Oktober 2011 um 18:01 von meinedatenbeiApple

            AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
            Ja, tausche deinen WLAN Router aus.

    • Am 21. Oktober 2011 um 18:53 von Spitta

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Na, da hat man wohl etwas verpasst? Seit 2007 nutze ich ausschließlich ubuntu, installiere laufend Systeme in Notebooks, Netbooks und Desktops und hatte seit 2009 NOCH NIEMALS irgendwelche Probleme mit WLAN Einbindung. Couldn’t be easier!

      • Am 12. Januar 2012 um 16:43 von günter

        AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
        Alles das würde mich jetzt aber schon interessieren!
        Nachdem ich etliche diskussionen zum thema ‚linux und WLAN‘ gelesen habe (Insbesondere bei ubuntuusers.de), kam ich zu dem schluß, daß ich nicht der einzige bin, bei dem das USB-WLAN einfach nicht funktioniert und mir auch niemand sagen kann, welches gerät von welchem hersteller sicher funktioniert.
        Also habe ich auf ubuntu 11.04 upgedatet. Mit demselbem ergebnis: der USB-stick ‚TP-Link TL-WN821N‘ wird einfach nicht erkannt – nicht einmal das WLAN-symbol erscheint in der menüleiste.
        Was bitteschön mache ich da falsch? Welchen kinderleicht zu verstehenden installationsprozess sollte ich da nicht begriffen haben?
        MfG, Günter Berki

        • Am 27. Januar 2012 um 11:18 von ICKE

          AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
          der stick ‚TP-Link TL-WN821N geht problem los, denn kannst sogar einfach anstecken, und wird sofort erkannt, ansonten einfach neue treiber suchen, wenn das auch nicht geht einfach windows wlan treiber installieren, mann sollte sich auch mit ubuntu/linux beschäfdigen, und nicht nur sagen geht nichr, gerade der wlan bereich bei ubuntu ist so leicht da können windows nutzer nur von träumen ;)

    • Am 12. Januar 2012 um 13:33 von user

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      das is doch quatsch was hier geschrieben wurde ,bei ubuntu ist das einbinden im w lan sogar noch einfacher ,wie bei windows und sobald man w lan eingeschaltete hat ,werden die verfügbaren verbindungen auch sofort angezeigt ,ohne tools ,oder sontige hilfsmittel benutzen zu müssen. vieleicht sollte der nutzer sich mal hier mit ubuntu beschäftigen oder überhaupt mit linux bevor er hier solch kommentar zu abgibt. ich habe windows aufn rechner ,ubuntu aufn leppi und noch ein rechner zu stehen und in betriebb wo linux sowie windows 7 läuft,alles anstandslos. gruß

  • Am 14. Oktober 2011 um 8:32 von kikl

    Kritik
    Ich finde, dass dieses Review ziemlich daneben ist. Der Autor kapriziert sich darauf, dass „Man kann die Symbole im Launcher nach wie vor nicht an individuelle Bedürfnisse anpassen.“ Als ob das ein herausragendes Merkmal eines Betriebssystems ist. Man kann ja nach Gusto Programme in dem Launcher ablegen oder entfernen. Neben den Änderungen am Software-Centre hat sich im Dash eine Menge getan. Das wird überhaupt nicht gewürdigt, ist aber ganz entscheident. Denn die verschiedenen Filter sind sehr nützlich. Ach, egal. Dieses Review wurde von jemandem geschrieben, der sein altes Gnome 2.x liebt und sich auf keine Veränderung einstellen wollte. Schade.

    • Am 14. Oktober 2011 um 15:07 von sto

      Gnome 2
      Unity/gnome shell sind für mich nicht brauchbar, wie viele andere benutzer

      Gnome-fallback (Gnome 3 classic) ist wirklich lächerlich.

      Ich vermute mal dass ich noch nicht zu 11.10 update, aber das kann nicht lange dauern wenn mann aktuellere SW braucht. In dem fall werde ich direkt Lubuntu installieren.
      sudo apt-get install lubuntu-desktop

  • Am 17. Oktober 2011 um 0:49 von Alex

    Ubuntu
    Danke fürs Review. Das hat mir viel Arbeit gesprart. Die Mängel sind richtig hervorgehoben. Früher war ich auch ein Linux fanboy, und habe viel zeit geopfert nur weil ich von der Idee so begeistert war. Heute nutze ich Windows 7 und es funktioniert immer und auf jeder Hardware. Der einzige Nachteil von Windows und Vorteil von Linux, dass es für Linux 64-bit Software gibt, und für Windows nur sehr wenig. Was nutzt mir es dass Linux weniger arbeitsspeicher verbraucht als Windows, wenn die Bedienoberfläche von Linux langsam reagiert. Mittlerweile wollen manche Linuxe die Installation nicht starten wenn man keine 786 MB RAM mindestens hat. Linux hat sich im Wald verirrt, definitiv.

    • Am 21. Oktober 2011 um 17:33 von Oswald Prucker

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Ehrlich? Arbeite mit Ubuntu 11.10 und Win7 produktiv und problemlos. Das sind beides erwachsene Betriebssysteme. die ihren Dienst ordentlich im Hintergrund tun. So soll das sein mit einem Betriebssystem. Jedes hat so seine Macken, aber die habe ich auch.
      Wenn ich den ganzen Tag mit dem einem Erscheinungsbild gearbeitet habe, dann freue ich mich immer auf das andere. Abwechslung fürs Auge.

    • Am 21. Oktober 2011 um 20:59 von wb

      AW: Ubuntu 11.10: Kühne Aussage zu Windows 7
      Die Aussage „Windows 7 läuft immer und auf jeder Hardware“ geht in vielerlei Hinsicht an der Realität vorbei. Schon ein Bild auf die Systemvoraussetzungen für Win 7 die Microsoft nennt, widerlegt diese Behauptung. Und MS nennt bei jedem Betriebssystem die absolut unterste Meßlatte.
      Meine Erfahrungen mit Win 7 sehen etwas differenzierter aus, was Vorteile und Nachteile im Vergleich mit XP und 32 Bit-Software angeht.

  • Am 17. Oktober 2011 um 12:32 von Erich

    11.10
    Ich nutze Ubuntu seit ca. 2 Jahren. Immer in der 64 bit Version. Mit jeder neuem Release wurde Ubuntu besser. Schon direkt nach der Installation von 11.10. viel mir der Performancegewinn auf. Leider war jedoch die Oberfläche von 11.04. wesentlich komfortabler. Und mit den nicht freien Medibuntu Packages werden dem User alle Wünsche erfüllt, die Windowsanwendern verschlossen sind.

  • Am 17. Oktober 2011 um 12:47 von Obi

    Ubuntu 11.10
    Hi,
    ich würde gerne wissen, ob es möglich ist das Update auf Ubuntu 11.10 rückgängig zu machen? Ich hab vorher 10.04 benutzt und würde es doch gerne weiter tun. Ich habe mich vor dem Update leider nicht erkundigt, was sich alles ändert und vermisse meine gewohnte Gnome Oberfläche sehr. Besten Dank

    • Am 19. Oktober 2011 um 17:56 von Grind

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Nein, ein Downgrade ist leider nicht möglich.
      Das was dem, was du machen möchtest noch am nächsten kommt ist einen Neuinstallation vom Lucid.
      Du könntest dir etwas arbeit ersparen, wenn du vorher dein Home Verzeichnis (etwa mit rsync) sicherst und anschliessend wiederherstellst (falls du nicht ohnehin eine eigene Home-Partition hast) – das Problem dabei wiederum dürfte sein, dass vermutlich nicht alle Einstellungen (die vom 11.10 auf den neuesten Stand/das neueste Format gebracht wurden) im 11.04 funktionieren und du sicherlich einiges nachkonfigurieren musst.
      Also besser kein Upgrade mehr übers System.. ;) – wenn du schon dabei bist, könntest du dir auch gleich Debian Squeeze draufmachen. Ich krieg immer mehr das Gefühl, dass Canonical den Debian nicht besser, sondern eher schlechter macht, als er ist… ;)

    • Am 21. Oktober 2011 um 18:00 von meinedatenbeiApple

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      „vermisse meine gewohnte Gnome Oberfläche“

      Gnome2 ist tot irgendwann wird man dann doch umsteigen müssen. Das ist wie mit dem wechsel von KDE3 auf KDE4 zu beginn gibt es noch viel genörgel – was auch oft berechtigt ist – aber dann wird man sich an die neue Umgebung schnell gewöhnen. KDE4 ist mittlerweile ausgereift und Gnome3 bzw Unity wird es auch.
      Alternativ gibt es noch XFCE und LXDE die kleineren Desktop-Umgebungen sind auf performance getrimmt aber nicht so schön wie KDE4 oder Gnome3.

    • Am 22. Oktober 2011 um 21:56 von kauli

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Es gibt auch noch die Möglichkeit, gnome-shell aus dem Softtwarecenter herunter zu laden und dann beim Anmelden auf dem Einstellungssymbol direkt hinter dem Namen auf Gnome classic umzustellen. Ist zwar trotzdem anders, aber eigentlich auch nur bei der Einstellungen, die sind nicht mehr direkt rechts neben den Anwendungen und Orte. Hoffe ich konnte helfen kauli

    • Am 23. Oktober 2011 um 18:16 von Grind

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Naja.. Gnome 3 und Unity sind nicht nur nicht ausgereift, sie sind schlicht und einfach nicht fertig.
      Kde?? – da kann ich genausogut Win benutzen. (das zieht mir die Performance mit unnötigem Schnickschnack genauso rutner wie es der KDE tut)
      Vielleicht reift ja Gnome 3 oder Unity wirklich mal aus (oder kommt endlich mal aus dem Beta Stadium raus). Das wäre dann der richtige Zeitpunkt etwas neues zu integrieren bzw. dem Nutzer aufzuzwingen wie Canonical das tut. (ich finde phnehin, dass ein "freies" System dem User kein Interface aufzwingen sollte.. )
      Viele Leute die Ubuntu benutzen (oder benutzt haben) haben es zum Arbeiten und Entwickeln benutzt. Das ist Stabilität und Flexibilität einfach wichtiger als ein quasi-proprietäres Interface (ich nenn das jetzt einfach mal so). Auf der anderen Seite wird die so hochgelobte Hardwareuntertützung nicht unbedingt besser (Geräte die ehemals out-of-the-box funktionierten tun das bei der neuen Version nicht mehr..) Ich finde, dass da bei Canonical die Prioritäten einfach falsch gesetzt sind. Statt am Interface rumzumurksen wäre es viel angebrachter gewesen das System selbst besser zu machen.

  • Am 27. Oktober 2011 um 9:08 von Roman

    Abstürze
    Sie haben wohl eine Vorversion getestet, bei der finalen Version gibt es praktisch keine Abstürze mehr …

  • Am 6. November 2011 um 10:37 von 19cool53

    Brauchbar? Das ich keinen Krampf kriege………
    Ich habe den Eindruck, dass die Entwickler ihre Zielgruppen aus den Augen verloren haben. Wer verwendet Ubuntu? In meine PC-Praxis habe ich noch keiner getroffen, der sich dafür interessiert hat. Damit fällt die Gruppe "simple PC Anwender" wohl aus, und das sind ja die meisten.

    Dann gibt es eine Gruppe, die etwas neues probieren wollen, oder Windows satt haben. Und daneben noch eine Zielgruppe, die gerne mal was probiert oder auch (wie ich) Ubuntu als Rescue-Konfiguration-Installation verwendet.
    Ich pfeiffe deshalb auf Utility, weil es unübersichtlich ist, mühsam in der Bedienung (da die meisten Programme irgendwo versteckt sind) und seit Version 11.10 sind die Systemprogramme wie z.B. GPARTED nicht mehr auffindbar. Als Live-CD hat sie für mich ausgedient. Schade, denn in der Praxis war sie kaum zu schlagen.

    Und dann dieses Ubuntu Softwarecenter. Ich vermute, die Idee dahinter ist dass man sich durch allen Pakete hindurchklickt, denn von eine übersichtliche Overfläche kann nicht die Rede sein.

    Fazit: Unity ist zwar ein netter Versuch, aber trägt kaum etwas zur Usability bei. Was gelungen ist: es ist anders als vorher. Und das war vermutlich auch die Absicht.

    • Am 14. November 2011 um 16:03 von ToKü

      AW: Ubuntu 11.10: So schlägt sich die neue Version im Praxistest
      Also…
      um verdammt schnell gparted zu erreichen, genügen exakt drei Tastendrücke:
      "Meta" (=Windows-Symbol), dann
      "g", dann
      "p"
      (es sei denn, du hast besonders viele Programme, in deren Namen "gp" vorkommt: dann könnte es sein, dass du noch ein "a" benötigst).
      Um das Programm zu starten:
      "Pfeil runter",
      "Enter".
      Ich kann mir keine Möglichkeit vorstellen, schneller daran zu kommen (höchstens per Klick auf ein Symbol – das aber nur, wenn ich die Maus schon in der Hand halte).

  • Am 9. November 2011 um 21:16 von El Armino

    Gnome
    Ich finde es gut, dass man "neue" Wege bei den GUIs einschlagen (bzw. eher probieren) will. Doch es sollte nicht mit aller Gewalt den Usern aufgedrückt werden. Warum wird nicht einfach das alte Gnome zusätzlich mitgeliefert (bzw. wenigstens installierbar gemacht, um es mal so auszudrücken).

  • Am 11. November 2011 um 14:41 von Fritz

    Starter und Panel von Gnome Classic nicht so schlimm
    Man kann Starter auf das Panel mit der Maus ziehen und auch wieder entfernen. Zum Bearbeiten des Panels muss man im Gegensatz zu früher jetzt nur die Alt-Taste drücken.

  • Am 16. November 2011 um 13:30 von Lionhard

    11.10
    Ich habe 11.10 auf einem 4Jahre alten Toschi Laptop installiert. Sound, Grafik, WLan, Lan, alles lief sofort. Selbst mein HP ePrinter lies sich problemlos installieren. Eine BilligWebCam vom Lidel wird unterstützt. Die Nähe zu MAC OS X ist nicht zu übersehen. Kann mich nicht beklagen!

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