Apple startet Regelbetrieb von iCloud

Ab sofort kann sich jedermann mit einer Apple-ID für den Cloudservice anmelden. Bisher stand er nur registrierten Entwicklern offen. Neben Onlinespeicher gibt es eine Backup-Funktion sowie Ortungs- und Fernzugriffsdienste.

Apple hat wie angekündigt iCloud für die Allgemeinheit geöffnet. Bisher hatten nur registrierte Entwickler während der Betaphase Zugriff auf den Clouddienst. Ab sofort können sich alle Anwender mit einer Apple-ID für den Service anmelden.

In iCloud lassen sich unter anderem Musik, Fotos, Videos, Dokumente und Apps speichern. Zudem besteht die Möglichkeit, Kontakte, E-Mails und Kalendereinträge sowie Lesezeichen, Erinnerugen und Notizen zwischen iOS-Geräten, Macs und PCs zu synchronisieren. Im App Store oder iBookstore gekaufte Artikel gleicht der Dienst mit bis zu zehn Geräten ab.

Auch eine Backup-Funktion ist integriert, die auf Wunsch täglich Dateien, Nachrichten, Einstellungen und Anwendungsdaten sichert. Dadurch kann man schnell seine gewohnte Arbeitsumgebung inklusive Apps und Daten wiederherstellen, wenn man beispielsweise sein bisheriges iOS-Gerät durch ein neues ersetzt.

Die Funktion Fotostream sorgt dafür, dass etwa mit einem iPhone aufgenommene Fotos auf alle mit dem iCloud-Konto verbundenen Geräte übertragen werden. iTunes in the Cloud ermöglicht dasselbe für im iTunes Store gekaufte Musikstücke – allerdings nur in den USA. Für eine jährliche Gebühr von knapp 25 Dollar erweitert sich die Synchronisation auch auf Musik (25.000 Titel), die nicht aus dem iTunes Store kommt, aber in dessen Katalog zu finden ist. iTunes Match tauscht diese Dateien gegen DRM-freie AAC-Versionen der Titel aus.

Weitere Funktionen von iCloud sind Fernzugriff auf einen Mac sowie ein Ortungsdienst, mit dem sich iPhone, iPad, iPod Touch und MacBook auf einer Karte suchen lassen. Im Fall eines Verlusts oder Diebstahls können die Geräte auch aus der Ferne gesperrt oder gelöscht werden.

Standardmäßig stehen iCloud-Nutzern 5 GByte kostenlos zur Verfügung. Zusätzliche 10 GByte kosten 16 Euro pro Jahr. Für 20 GByte verlangt Apple 32 Euro pro Jahr, für 50 GByte 80 Euro pro Jahr. Treten Kunden innerhalb von 15 Tagen vom Kauf einer Speichererweiterung zurück, erstattet Apple den Kaufpreis. Die Speichererweiterung wird als Abonnement angeboten, das sich automatisch um ein Jahr verlängert. Wer innerhalb von 45 Tagen nach einer Verlängerung sein Abo kündigt, erhält die Jahresgebühr ebenfalls vollständig zurück.

iCloud ist der Nachfolger des Clouddiensts MobileMe, den Apple vor drei Jahren vorgestellt hatte. Dieser wird zum 30. Juni 2012 eingestellt. Bis dahin können Anwender weiter darauf zugreifen, auch nachdem sie ihre Konten auf iCloud übertragen haben. Damit erhalten Nutzer von iDisk, iWeb und der Apple Gallery die Möglichkeit, ihre Dateien zu sichern und bei anderen Hosting-Anbietern zu speichern, bevor MobileMe endgültig abgeschaltet wird.

Ab sofort kann sich jeder Besitzer einer Apple-ID bei iCloud anmelden (Screenshot: ZDNet).
Ab sofort kann sich jeder Besitzer einer Apple-ID bei iCloud anmelden (Screenshot: ZDNet).

Themenseiten: Apple, Cloud-Computing, Internet, Mobile, iPad, iPhone, iPod, iTunes

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