Bundeswirtschaftsministerium startet Website IT-Sicherheitsnavigator

Er richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen. Sie bekommen damit einen Überblick über kostenfreie oder günstige, herstellerneutralen Initiativen und Hilfsangebote. Ausgewählt und geprüft wurden sie vom Fraunhofer SIT.

Auf der Fachmesse it-sa in Nürnberg haben Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie des Fraunhofer SIT (Institut für sichere Informationstechnologie) den IT-Sicherheitsnavigator vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Website, die vorhandene, herstellerneutrale Informationsangebote für kleine und mittelgroße Unternehmen kategorisiert sowie über eine Suchfunktion erschließbar macht.

Der IT-Sicherheitsnavigator hält kaum eigene Inhalte vor, sondern verlinkt vielmehr auf Broschüren, Checklisten, Leitfäden, Veranstaltungsübersichten, Basis-Sicherheitschecks und Beratungsangebote. Diese hat vorab das Fraunhofer SIT geprüft. Von rund 100 zunächst in die Liste aufgenommenen haben 60 diese Prüfung bestanden. Hier kann man nach Schlagworten oder Postleitzahlengebieten recherchieren.

Zu den Themengebieten Cloud-Computing, Datenschutz und Datensicherheit, Electronic Business, mobiles Arbeiten, Organisation der Informationssicherheit, sichere Rechner und Netzwerke, soziale Netzwerke und Rechtsfragen finden Interessierte jeweils einen kurzen einführenden Text, der die wichtigsten Aspekte darstellt. Diese Themenfelder wurden vom Fraunhofer SIT in einer Umfrage unter der Zielgruppe des IT-Sicherheitsnavigators vorab als dringendste Sorgen im Zusammenhang mit IT-Sicherheit ermittelt.

Hubert Große-Onnebrink vom Fraunhofer SIT gab bei der der Vorstellung des IT-Sicherheitsnavigators auch einen kurzen Überblick über die aufgenommenen Angebote. Dazu zählen etwa die von den Ländern ins Leben gerufenen Initiativen Hessen IT, Onlinerland Saarland, Cluster ITK NRW sowie von der Wirtschaft ausgehenden Aktionen, etwa des Bitkom, das Anti-Botnetz-Beratungszentrum, die Initiative Deutschland sicher im Netz, die IT-Sprechstunde, oder das Freie Institut für IT-Sicherheit. Auch Angebote der Wissenschaft wie der Marktplatz IT-Sicherheit der FH Gelsenkirchen, das Gemeinschaftsprojekt Hannover IT von FH und Universität Hannover, das Security-Forum der FH Brandenburg sowie die auf E-Commerce spezialisierte ibi Research GmbH an der Universität Regensburg zählen dazu.

Laut Große-Onnebrink ist das Verdienst des IT-Sicherheitsnavigators jedoch, dass er diese und weitere Informationsquellen einheitlich erschließt und die Bedürfnisse von mittelständischen Unternehmen in den Mittelpunkt stellt, die sich mehrtägige Beratungen oder Audits entweder nicht leisten können oder wollen. Gerade in Firmen mit 10, 20 oder 50 PC-Arbeitsplätzen seien die Anforderungen an die IT-Sicherheit über alle Branchen hinweg ähnlich. „Ein Ergebnis unserer im Vorfeld durchgeführten Umfrage war es, dass sich die Fragestellungen eines Dachdeckerunternehmens und eines Handelsunternehmens kaum unterscheiden.“ Diesen Unternehmen soll der IT-Sicherheitsnavigator Informationsquellen finden helfen – und auch dabei, grundsätzliche Strategien zu entwickeln. Betrieben wird die Site vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

IT-Sicherheitsnavigator (Screenshot: ZDNet)

Themenseiten: Fraunhofer, Internet, Politik

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