Polycom bringt Videokonferenzlösung fürs iPad

Auch auf den Android-Tablets Motorola Xoom und Samsung Galaxy Tab 10.1 läuft RealPresence Mobile. Weitere sollen folgen. Die App selbst ist kostenlos, manche Dienste und Features erfordern aber ein Firmenkonto bei Polycom.

Sam Kennedy von Polycom mit der iPad-Konferenzlösung (Bild: ZDNet)
Sam Kennedy von Polycom mit der iPad-Konferenzlösung (Bild: ZDNet)

Polycom hat eine Videokonferenzlösung für Apples iPad 2 und Android-Tablets vorgestellt, die professionellen Ansprüchen genügen soll. Sie heißt „RealPresence Mobile“ und setzt auf Polycoms Real-Presence-Plattform auf. Dieses System ist schon für Videokonferenzräume und -terminals verbreitet. Zu letzteren zählen auch einige hochauflösende Fernseher und Lautsprechersysteme. Heute ist eine offizielle Vorstellung der Mobilversion auf der Messe CTIA Enterprise & Applications geplant.

Die Apps sind ab sofort kostenlos im Apple App Store und im Android Market erhältlich. Zunächst unterstützen sie insgesamt drei Geräte: das iPad 2, das Motorola Xoom und das Samsung Galaxy Tab 10.1. Weitere sollen folgen – und auch Smartphones. Für bestimmte Dienste ist allerdings ein Firmenkonto nötig.

Beide Apps unterstützen bis zu 16 gleichzeitige Verbindungen, auch wenn maximal nur 12 auf dem Bildschirm darstellbar sind. Anwender können Dokumente einblenden – etwa Powerpoint-Präsentationen oder PDFs -, die sie mit ihren Gesprächspartnern diskutieren möchten. Außerdem ist eine sichere Verbindung per Virtual Private Network möglich.

Polycom will sich im Trendmarkt Tablets ein zweites Standbein aufbauen. Sein Hauptgeschäft sind Videokonferenzlösungen für Unternehmen, wo es vor allem mit Cisco rivalisiert. Dieser Konkurrent war zuletzt mit einem eigenen Tablet und Apps in den Mobile-Bereich vorgestoßen. Polycom musste also nachziehen. „Das ist eine der größten Wachstumsmöglichkeiten für Unified Communications“, sagte Manager Andy Miller gegenüber ZDNet.

Miller zufolge ist Polycoms Lösung der von Cisco durch ihre Offenheit überlegen. Auch bei Skype handle es sich nur um ein proprietäres System. Das Angebot des Start-ups Vidyo dagegen erfülle „die praktischen Anforderungen in der Realität“ nicht. Mit Apple und auch Skype verhandle man allerdings über Interoperabilität. Er halte es für möglich, dass Apple irgendwann Facetime öffnen werde, sagte der Polycom-Manager.

Themenseiten: Kommunikation, Mobile, Polycom, Software, iPad

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