Studie: 4G-Smartphone-Verkäufe steigen auf 245 Millionen im Jahr 2016

2010 verkauft die Branche lediglich 4,6 Millionen 4G-fähige Smartphones. Auch immer mehr Tablets und andere mobile Geräte unterstützen den kommenden Mobilfunkstandard. Als Funktechnik wird sich LTE gegenüber Wimax durchsetzen.

LTE-Welt

ABI Research erwartet, dass 2016 245 Millionen 4G-Smartphones ausgeliefert werden. 2010 verkaufte die Branche lediglich 4,6 Millionen Smartphones, die die vierte Mobilfunkgeneration unterstützen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 72 Prozent.

Obwohl auch immer mehr Tablets und andere mobile Geräte dem 4G-Trend folgten, sei es wahrscheinlich, dass Smartphones die treibende Kraft blieben, da die Verkäufe in dieser Kategorie die anderer Geräte deutlich überträfen, heißt es weiter in der Studie. Smartphones ebneten so den Weg für andere Firmen, die 4G-Produkte und Dienste auf den Markt bringen wollten.

ABI Research sagt zudem voraus, dass LTE (Long Term Evolution) die dominierende 4G-Technik sein wird. Schon in diesem Jahr sollen mehr LTE-Smartphones in den Handel kommen als Smartphones, die die konkurrierende Wimax-Technologie unterstützen.

Wimax-Bauteile kosten weniger, und es bietet eine bessere Möglichkeit, die in unterschiedlichen Ländern zur Verfügung stehenden Funkfrequenzen aneinander anzupassen. Allerdings setzten inzwischen weltweit die führenden Mobilfunkanbieter auf LTE, weil sie die Technologie als das bessere Ökosystem betrachteten, so ABI Research.

„Mobilfunkprovider unterstützen lieber LTE als Wimax, da sie strategisch ihr Gewicht lieber hinter die Technik stellen, die sich am besten eignet, ihren Status quo als etablierter Anbieter zu erhalten“, wird Kevin Burden, Vizepräsident und Practice Director für mobile Netzwerke bei ABI Research, in einer Pressemitteilung zitiert. Ein Hindernis bei der Einführung beider Technologien sei die Vergabe und Zuordnung der Funkspektren, da Betreiber und Gerätehersteller bemüht seien, bei möglichst geringen Kosten möglichst viele Märkte anzusprechen.

Einem Bericht der Citigroup zufolge gibt es beispielsweise in den USA ausreichend ungenutztes Spektrum. Viele Anbieter haben demnach aber noch keine Pläne für die Einführung von 4G – oder dem Ausbau ihrer Netze stehen finanzielle und geschäftliche Probleme im Weg.

Bisher sind es vor allem Android-Smartphones, die 4G unterstützen. Microsoft hatte zwar kürzlich Windows-Phone Handys mit LTE in Aussicht gestellt, ließ aber offen, ob sie noch in diesem Jahr oder erst 2012 erhältlich sein werden. Apple-CEO Tim Cook erteilte 4G hingegen im April eine deutliche Absage. Als Grund nannte er einen hohen Stromverbrauch und andere „Kompromisse beim Design“, die Apple nicht eingehen wolle.

Themenseiten: ABI Research, Apple, Google, LTE, Marktforschung, Microsoft, Mobil, Mobile, Smartphone, Tablet, Wimax

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