Browser Chrome ermöglicht PC-Fernsteuerung

Eine Erweiterung macht Fernwartung anderer Rechner möglich: Die Betaversion von Chrome Remote Desktop steht zum kostenlosen Download bereit. Sie ist kompatibel zu Windows, Mac, Linux und Chrome OS und arbeitet verschlüsselt.

Die Erweiterung für Chrome erlaubt die Fernsteuerung eines anderen Computers über das Netzwerk. Hier greift ein Chrome-Nutzer mit einem Mac auf einen Windows-PC zu, auf dem ebenfalls Chrome läuft (Bild: Google).
Die Erweiterung für Chrome erlaubt die Fernsteuerung eines anderen Computers über das Netzwerk. Hier greift ein Chrome-Nutzer mit einem Mac auf einen Windows-PC zu, auf dem ebenfalls Chrome läuft (Bild: Google).

Google bietet neuerdings eine Anwendung für die Fernwartung als Chrome-Erweiterung an. Mit ihr können IT-Administratoren die Rechner ihrer Mitarbeiter verwalten oder erfahrene Anwender sich um die Computer ihrer Verwandten kümmern. Ebenso möglich ist der Fernzugriff auf den PC zuhause.

Die Betaversion von Chrome Remote Desktop steht im Chrome Web Store zum kostenlosen Download bereit. Schon im Juni 2010 tauchte erstmals der Begriff „Chromoting“ auf, der für die Entwicklung des Remote Desktops bei Chromium.org stand. Es weckte zugleich zu Hoffnung, auf diesem Weg nicht nur Web-Anwendungen, sondern auch herkömmliche PC-Anwendungen direkt im Browser ausführen zu können – und das unabhängig vom Betriebssystem.

„Mit Chrome Remote Desktop Beta beginnen wir, eine Funktionalität auszubauen, die es den Benutzern erlaubt, durch den Chrome-Browser oder ein Chromebook aus der Ferne auf einen anderen Computer zuzugreifen“, heißt es in Googles Ankündigung. „Chrome Remote Desktop Beta ist voll plattformübergreifend, so dass Sie jeweils zwei beliebige Computer verbinden können, die über einen Chrome-Browser verfügen, einschließlich Windows, Linux, Mac sowie Chromebooks.“

Chrome Remote Desktop setzt eine Freigabe mit einem zwölfstelligen Zugangscode voraus, der jeweils nur für eine Sitzung gilt (Bild: Google).
Chrome Remote Desktop setzt eine Freigabe mit einem zwölfstelligen Zugangscode voraus, der jeweils nur für eine Sitzung gilt (Bild: Google).

Die Entwicklung zielt vermutlich vor allem auf die zuletzt genannte Kategorie. Googles Chrome OS ist für Organisationen gedacht, die ihre Administrationskosten für Computer verringern wollen, und Fernwartung kann hier eine große Rolle spielen.

In der Betaversion ist der Fernzugriff auf einzelne Sitzungen beschränkt, die jeweils eine einzelne Freigabe durch die Gegenseite erfordern: „Diese Version erlaubt es Nutzern, ihren Computer freizugeben oder durch einen einmal gültigen Authentifizierungscode Zugriff auf einen anderen Computer zu bekommen. Den Zugriff erhält die dafür bestimmte Person jeweils nur einmalig, und die Kommunikation während der Sitzung erfolgt voll verschlüsselt.“

Themenseiten: Browser, Chrome, Google, Internet, Software

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