Mozilla will Nutzer von Firefox 3.6 zum Upgrade bewegen

Diese Version stammt von Anfang 2010. Mozilla geht es hauptsächlich um regelmäßige Anwender, die von Firefox 7 noch gar nichts gehört haben. Erfahrungsgemäß bringen solche Hinweise dem Browserhersteller nach eigenen Angaben große Zuwächse.

Logo von Firefox

Mozilla weist Nutzer von Firefox 3.6 ab sofort auf die Möglichkeit eines Upgrades auf die aktuelle Version 7.0.1 hin. Damit will es den Abschied von der Anfang 2010 eingeführten Browserversion beschleunigen und mehr Anwender auf seinen neuen, sechswöchigen Release-Zyklus umstellen.

Nutzer älterer Mozilla-Browser erhalten für gewöhnlich keinen Hinweis, wenn eine neue Major-Version vorliegt. Nur kleine Updates werden automatisch angezeigt. Die großen Versionen mit der runden Nummer muss der Anwender aber aus eigenem Antrieb installieren, wenn er es möchte. Erst nach einer Übergangzeit legt Mozilla einen Schalter um, und die Nutzer erhalten eine Benachrichtigung, dass ihr Browser nicht mehr Stand der Technik ist. Für Firefox 3.6 ist dies soeben eingetreten.

Wie altmodisch dieses Modell ist, hat Googles Browser Chrome erfolgreich demonstriert. Chrome aktualisiert sich alle sechs Wochen im Hintergrund. Die Versionsnummer sieht das Chrome-Team nur als Meilenstein, der abgehakt wird; viele Nutzer wissen die aktuelle Nummer gar nicht. Einen solchen sechswöchigen Zyklus hat inzwischen auch Firefox bekommen; die Entwickler wollen so an Chrome verlorene Marktanteile zurückgewinnen.

Release-Manager Christian Legnitto kommentiert den Hinweis für Nutzer von Firefox 3.6 auf einer Mailingliste: „Es geht hauptsächlich darum, regelmäßige Nutzer von Firefox umzuziehen, die nicht wissen, dass es eine neuere und bessere Version gibt. Aufgrund früherer Erfahrungen mit solchen Hinweisen erwarten wir signifikante Erfolgsquoten. Wir beobachten die Werte natürlich genau und passen auf, ob es nicht zu unerwarteten Problemen kommt.“

Bis Ende des Jahres wird Chrome aller Voraussicht nach Firefox überholen und hinter Microsofts Internet Explorer der am weitesten verbreitete Browser sein. Hochrechnungen von StatCounter deuten darauf hin, dass es spätestens im Dezember so weit sein wird. Etwas größer ist der Abstand laut den Zahlen von Net Applications: Dieses Marktforschungsunternehmen geht für vergangenen August von einem Marktanteil von 21,03 Prozent für den Mozilla-Browser aus, während Googles Chrome auf 14,46 Prozent kommt. IE liegt mit 51,59 Prozent an der Spitze. Net Applications zufolge wird Chrome erst Mitte 2012 Firefox überholen können.

Der schnelle Releasezyklus ist für Mozilla nicht problemfrei: Hersteller von Add-ons brauchen Zeit für die Anpassung, und Unternehmen ab einer gewissen Größe sind mit Aktualisierungen etwas langsamer. Deshalb soll es einen Enterprise Support Release von Firefox mit einer Lebenszeit von 42 Wochen geben. Neue ESR-Versionen erscheinen alle 30 Wochen.

Themenseiten: Browser, Firefox, Internet, Mozilla, Software

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