Amazon-Tochter Lovefilm muss Prognose nach unten korrigieren

Die Cash-Flow-Vorhersage für Nordeuropa reduziert sich um 2,4 Millionen Pfund. Grund sind zu geringe Mitgliederzahlen. In der Region konkurriert der DVD-Verleih unter anderem mit Voddler, zu dessen Investoren etwa Nokia gehört.

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Amazons europäischer DVD-Verleih Lovefilm hat seine Cash-Flow-Prognose für Nordeuropa um 2,4 Millionen Pfund nach unten korrigiert. Das geht Bloomberg zufolge aus seinem beim Companies House in London eingereichten Jahresbericht hervor.

Der Videostreamingdienst und DVD-Verleih ist mittlerweile in Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Irland, Norwegen und Schweden aktiv und hat nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Mitglieder. Im Dezember 2010 sollen es nach Informationen von Bloomberg noch 1,6 Millionen gewesen sein.

In Nordeuropa konkurriert Lovefilm mit Voddler, zu dessen Investoren unter anderem Nokia gehört, sowie mit dem dänischen Telekommunikationsunternehmen TDC. Das Wachstum der Kundenbasis in diesen Regionen „hat nicht den Erwartungen des Managements entsprochen“, wie Lovefilm mitteilte.

2010 hatte sich der Verlust von Lovefilm von 2,2 Millionen Pfund auf 560.000 Pfund verringert. Die Einnahmen kletterten im selben Zeitraum um 14 Prozent auf 111,9 Millionen Pfund.

Im April 2008 hatte Amazon Europa schon das Verleihgeschäft von Lovefilm International übernommen. Seitdem hält Amazon eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an dem 2006 aus einem Zusammenschluss zweier führender europäischer DVD-Verleiher (Lovefilm und Video Island) hervorgegangenen Unternehmen.

Ende Januar 2011 kündigte Amazon an, die ausstehenden Aktien von Lovefilm aufzukaufen. Den Preis beziffert Bloomberg mit 320 Millionen Dollar. Ziel war es, international zu expandieren und Streaming-Marktführer Netflix Konkurrenz zu machen.

Themenseiten: Amazon, Business, Internet, LOVEFiLM, Streaming

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