iOS 5 und iCloud kommen am 12. Oktober

Apples neues Mobil-Betriebssystem iOS 5 verfügt über mehr als 200 neue Features. iCloud ist als Speicherdienst für Apps, Medien und Dokumente integriert. Die Sprachsteuerung Siri für iPhone 4S reagiert auf alltägliche Fragen und Anweisungen.

Button iOS 5

Apple hat die Veröffentlichung von iOS 5 für Mittwoch, den 12. Oktober angekündigt. Apples Mobil-Betriebssystem, das während der WWDC 2011 im Juni erstmals vorgestellt wurde, wird kostenlos zum Download bereitstehen für die Besitzer vorhandener iOS-Geräte. Zu iOS 5 kompatibel sind iPhone 4, iPhone 3GS, iPad 2, iPad sowie die dritte und vierte Generation von iPod Touch. iCloud ist als Speicherdienst für Musik, Fotos, Dokumente, Apps, iBooks und mehr in iOS 5 integriert. Tägliche Backups sichern Kontakte, Kalender, Einstellungen und mehr mit iCloud und erleichtern die Wiederherstellung nach einem Verlust von iPhone oder iPad.

Scott Forstall, als Senior Vice President für iOS-Software für verantwortlich, enthüllte beim Apple-Event in Cupertino weitere Einzelheiten über iOS 5 und iCloud, das insgesamt über 200 neue Funktionen enthält. Neben der tiefgehenden Twitter-Integration führte er iCard vor, das deutlich attraktiver erscheint als bisherige digitale Postkartendienste. Game Center erhält eine Social-Komponente mit Empfehlungen durch Freunde. Das Reader-Feature für eine werbebefreite Textansicht erweitert den Mobilbrowser Safari, der jetzt außerdem „Privates Surfen“ erlaubt. „Find My Friends“ funktioniert ähnlich wie Google Latitude und macht auf Freunde aufmerksam, die sich in der Nähe befinden, was neue Debatten über User-Tracking auslösen könnte. iMessage bietet sich als Alternative zu Textnachrichten über SMS an, erlaubt allerdings nur die Kommunikation zwischen iOS-Geräten. Die neue Mitteilungszentrale sammelt E-Mails, Nachrichten, Termine und mehr.

Die wichtigste Innovation von iOS 5 aber ist als bisher weitgehend geheimes Feature die Sprachsteuerung Siri, benannt nach der App und dem gleichnamigen Unternehmen, das Apple im April 2010 übernahm. Apple nennt sie einen „ergebenen persönlichen Assistenten“, der auf alltägliche Spracheingaben reagiert, ohne dafür ein bestimmtes Vokabular einüben zu müssen. Mit Siri („Dein Wunsch ist ihm Befehl“) versucht Apple Googles Android einzuholen oder sogar zu überholen, das schon länger über eine ausgefeilte Sprachsteuerung verfügt.

Apples Marketingchef Phil Schiller führte es auf der Bühne vor mit der Frage nach dem Wetter, die das iPhone 4S dazu brachte, das Wetter in San Francisco darzustellen. Auch die Frage nach der aktuellen Uhrzeit in Paris wurde richtig beantwortet. Apple bewirbt Siri mit weiteren Fähigkeiten wie Termine eintragen, den Wecker stellen, Erinnerungen einrichten. Es soll zudem fast alle im iPhone 4S integrierten Apps ansprechen und im Internet nach Informationen suchen, E-Mails vorlesen, sich diktieren lassen sowie versenden. Im Vorfeld wurde viel über Siri als eine Verbindung von Künstlicher Intelligenz, Spracheingabe und iPhone spekuliert. Die „intelligente Sprachsteuerung“ ist allerdings nur für das gleichzeitig vorgestellte neue iPhone 4S verfügbar. Siri kann von Anfang an Englisch, Deutsch sowie Französisch, weitere Sprachen sollen folgen.

Themenseiten: Apple, Hardware, Mobil, Mobile, iPhone

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